Märkte am Morgen: Getreide

Matifweizen bleibt in Defensive

Weizen: Die etwas festeren Vorgaben aus Chicago bringen den Weizenfutures an der Matif keinen Auftrieb. Die zwischenzeitlich überschaubaren Notizgewinne werden bei Börsenschluss wieder abgegeben. Der Mai und Dezember schließen unverändert wie am Vortag. Es fehlen neue Anregungen, die Stimmung beim Weizen bleibt gedrückt.  
 
In Chicago profitiert Weizen von Shortabdeckungen. Die alte Ernte legt 4,2 Cents/Bushel, die neue Ernte bis zu 9,2 Cents/Bushel zu. Die Fonds in Chicago halten ein Short-Engagement in Rekordhöhe und liquidierten am Vortag umfangreiche Positionen. Die offenen Positionen gingen signifikant zurück, betroffen war allerdings im wesentlichen der alterntige Mai-Kontrakt.
 
Die Einschätzung, dass die jüngsten Regenfälle eine schnelle und sichtbare Verbesserung der HRW-Winterweizenbestände in den US-Plains bringen könnten, hat sich nicht bestätigt. Die wöchentliche Crop-Bonitierung weist für Kansas, dem wichtigsten Produktionsgebiet des HRW-Weizens, sogar eine Reduzierung der guten bis sehr guten Bestände um 2 Prozent auf 26 Prozent aus. Die gesamten US-Winterweizenbestände werden wie in der Vorwoche mit 42 Prozent in den Kategorien gut bis sehr gut taxiert.
 
Frankreich wird 50.000 t Weizen nach Bangladesch liefern. Der Irak hat einen Tender über 50.000 t Weizen eröffnet. Die billigsten russischen Offerten hierfür lagen deutlich unter den Angeboten aus den USA, Kanada oder Australien.
 
Mais: Die Notierungen in Chicago gaben trotz ansehnlicher wöchentlicher US-Exportverladungen von mehr als 1 Mio. t etwas nach. Die Maisaussaat in USA ist in zwar vorangekommen und am Wochenanfang waren 9 Prozent der US-Maisflächen bestellt, doch der Wert liegt unter dem langjährigen Mittel von 13 Prozent. In dem zentralen und nördlichen Maisgürtel verbessern sich der Bedingungen für die Aussaat zusehends.
 
An der Matif setzte sich die gedrückt Tendenz der Vortage fort. Die Kurse gaben nur unwesentlich nach. (St) 
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