Märkte am Morgen: Getreide

Matifweizen hält sich seitwärts

Weizen: Die europäischen Weizennotierungen halten sich auf stabilem Niveau um die 170 €/t für den März-Termin. Die beiden Monate der alten Ernte schlossen unverändert wie am Vortag. Auch die übrigen Termine bewegten sich nur minimal.
 
Am Hamburger Markt haben sich die Prämien für Weizen Basis 12 % Protein für Januar-Lieferung auf 3 bis 3,50 €/t leicht abgeschwächt. Der Fokus richtet sich bereits auf Februar. Hierfür forderten die Abgeber eine Prämie von 5 €/t auf Matif-März. Zurzeit finden in den deutschen Seehäfen Verladungen von jeweils 30.000 t Weizen für die Elfenbeinküste und Kuba sowie von 25.000 t für Algerien statt.
 
Die Chicagoer Weizenkurse gerieten mit schwachem Mais unter Druck und gaben bis zu  6,4 Cent/bushel für den März nach. Der März notierte mit 4,27 US-$/bushel. Informa korrigiert seine Schätzung der US-Weizenfläche für das laufende Wirtschaftsjahr um 800.000 acres auf 45,8 Mio. acres nach unten.
 
Argentinien wird nach der Beobachtungen an der Börse Buenos Aires 15,8 Mio. t Weizen (Vorjahr 11,3 Mio. t) einfahren. Die Schätzung liegt 800.000 höher als die aktuelle USDA-Zahl.
 
Mais: Die Chicagoer Maisnotierungen standen nach Gewinnmitnahmen und technischen Verkäufen unter Druck und gaben knapp 2 % nach. Der März verlor 6,2 Cent/bushel und fiel auf 3,63 US-$/bushel. Zwischenzeitlich hatte der Frontmonat kurzzeitig den gleitenden Durchschnittspreis von 200 Tagen nach oben durchbrochen, konnte diese  Benchmark und das Tageshoch von über 3,70 US-$/bushel aber nicht halten. Dies rief die Verkäufer auf dem Plan.
 
Auch die Unsicherheit über die weitere Handelspolitik der USA sorgte für Druck auf die Maispreise. Der neue US-Präsident Donald Trump hatte unmittelbar nach seinem Amtsantritt das Freihandelsabkommen TPP für den pazifischen Raum gekündigt. Der US-Agrarmarkt befürchtet nun ähnliche Reaktionen für die Nordamerikanische  Freihandelszone Nafta der USA mit Kanada und Mexiko.
 
Informa korrigiert seine Prognose für die kommende US-Maisfläche um 300.000 acres auf 90,49 Mio. acres nach oben. Die Schätzung liegt auf gleichem Level wie eine zuvor veröffentlichte Umfrage.
 
In Paris machte der Frontmonat März nach einem Plus von 0,75 €/t und einem Schlusskurs von 170,75 €/t etwas Boden gut. (St) 
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