Exporterwartung

Mehr Getreide bleibt in Russland

Die Commerzbank analysiert das russische Embargo gegen Agrareinfuhren. Die Auswirkungen lassen sich nach Aussage der Agrarfachleute in der Bank zwar schwer beziffern. Es könnte aber Folgen geben: „Auch wenn der russische Agrarminister das bestreitet, halten wir es für möglich, dass dies die Getreideexporte Russlands kurz- bis mittelfristig negativ beeinflussen könnte", lautet die erste Einschätzung der Commerzbank. Zur Begründung nennen die Analysten mögliche Auseinandersetzungen in der WTO sowie einen höheren Binnenverbrauch. Die russischen Verbraucher könnten infolge der allgemeinen Verteuerung der Lebensmittel zu günstigeren Agrarprodukten wie Getreide greifen. 

Vorerst rechnet aber bei der Commerzbank niemand mit deutlicheren Preisreaktionen. Die Stimmung bei Weizen sei unter den kurzfristig orientierten Marktteilnehmern so „negativ wie nie zuvor", stellt das Finanzinstitut fest. (db)
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