Insgesamt betrachtet steigen die Erwartungen an die globale Getreideernte. Der Internationale Getreiderat (IGC) in London korrigiert in seinem Marktbericht für Juli die Prognose um 4 Mio. t gegenüber dem Vormonat nach oben auf nun 1,970 Mrd. t Getreide. Das sei die dritthöchste Menge seit Erfassung der Daten, teilte der IGC am späten Donnerstag mit. Ein Großteil der Korrektur entfällt auf Mais in China und Sorghum in den USA, sodass davon kein Druck auf den Gesamtmarkt ausgehen sollte.

In wichtigen Produzentenregionen wie der EU oder Kanada hätte die Getreideerzeugung unter widrigen Witterungsverhältnissen gelitten, so der IGC weiter. In der EU seien Weizen und Gerste und gegebenenfalls Mais betroffen, in Kanada Weizen, Gerste und Hafer. Die Erwartungen an die globale Weizenproduktion senkt der IGC gegenüber dem Vormonat um 1 Mio. t auf nun 710 Mio. t. Die Weizenendbestände schätzt der Rat auf 201 Mio. t, das sind 1 Mio. t weniger als im Vorjahr.

Ein Minus stellt der IGC vor den weltweiten Handel mit Raps und Canola. Er soll um 13 Prozent hinter dem Vorjahreswert zurückbleiben. Die EU wird aufgrund kleinerer, eigener Ernten mehr Raps importieren müssen, dafür werden Käufer aus Asien auf günstigere Alternativen ausweichen, erwartet der Rat. (pio)
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