Viehzählung

Mehr Schweine in Polens Ställen


Rund 11,1 Millionen Schweine hat die Statistikbehörde in Warschau zum Zähltermin Dezember 2016 in Polen ermittelt. Im Vergleich zum gleichen Monat im Jahr zuvor beträgt die Zunahme 4,9 Prozent. Stärker ausgedehnt worden ist im Herbst 2016 die Zuchtschweinehaltung, sodass in den kommenden Monaten das Aufkommen an Mastschweinen weiter steigen dürfte. Als Grund für die Zunahme nennt das polnische Statistikamt die attraktiveren Schweinepreise. Da außerdem Getreide günstig ist, verbessert sich die Wirtschaftlichkeit der Mast.

Huhn statt Schwein
Nach wie vor dient Schweinefleisch zwar als Basis der traditionellen polnischen Wurstspezialitäten. Aber auf dem Teller der gesundheitsbewussteren jüngeren Generation landet längst Geflügel. Polen hat sich deswegen in den zurückliegenden Jahren zum größten Hähnchenfleischerzeuger der EU entwickelt. Die polnischen Geflügelprodukte sind im In- und Ausland gefragt. (db)
Das Dezember-Niveau des Schweinebestandes ist jedoch in der längerfristigen Entwicklung niedrig. Vor fünf Jahren hatte der polnische Bestand fast 13 Millionen Tiere umfasst. Im Sommer 2007 standen sogar rund 18 Millionen Schweine in den polnischen Ställen. Grund für den langfristigen Bestandsabbau sind die wiederholt ausgedehnten Preistäler. Hinzu kommt das Schweinepestgeschehen im Osten des Landes, das ebenfalls Rückschläge hervorruft.

Ein Teil der fehlenden Nachzucht ist allerdings durch Ferkelimporte abgedeckt worden. Das Statistikamt registriert 2016 Importe von insgesamt 4,9 Millionen Tieren in der Gewichtsklasse von weniger als 50 kg. Am Durchschnittsgewicht der importierten Tiere von etwa 30 kg lässt sich ableiten, dass es überwiegend Ferkel waren. (db)
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