Im November 2014 wurden in Niedersachsen rund 8,8 Millionen Schweine gezählt. Das waren 0,8 Prozent mehr als im Vorjahr und 6,2 Prozent mehr als im Jahr 2010, teilte das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mit. Die Zahl der Betriebe mit Schweinehaltung sank binnen Jahresfrist um 4,2 Prozent auf ca. 6.900.

Bei den Sauen konnte der Bestandsabbau gestoppt werden. Die Bestände hielten sich seit 2013 mit 523.000 (plus 0,4 Prozent) nahezu konstant, sind seit 2010 aber um 9 Prozent gesunken. Bei den Haltungen von Zuchtschweinen seien drastische Änderungen zu konstatieren, so das LSN. Die im November 2014 gezählten 2.300 Haltungen waren in absoluten Zahlen 100 weniger als noch im Vorjahr (minus 4,1 Prozent). Im Vergleich zum Jahr 2010 bedeute dies jedoch einen Rückgang um knapp ein Drittel (minus 32,6 Prozent). Als Gründe sehen die Statistiker geänderte Vorschriften zur Sauenhaltung und den Mangel an Hofnachfolgern.

Mehr Milchkühe in größeren Herden

Im November 2014 standen in niedersächsischen Ställen insgesamt 2,65 Millionen Rinder. Das waren 16.000 Tiere mehr als ein Jahr zuvor (plus 0,6 Prozent) und 120.000 mehr als im Jahr 2010 (plus 4,7 Prozent). Die Milchkuhbestände wuchsen stärker. 845.000 Tiere im November 2014 entsprachen einem Plus von 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr und übertrafen den Bestand des Jahres 2010 um 8,9 Prozent.

Während die Rinder- und Milchkuhbestände in den vergangenen Jahren wuchsen, verlief die Entwicklung bei der Zahl der Rinderhalter, insbesondere der Milchkühe, gegenläufig. Etwas mehr als 22.000 Rinderhaltungen gab es im November 2014, das waren 10,6 Prozent weniger als im Jahr 2010. Noch gut 11.000 Milchviehbetriebe bedeuteten für den gleichen Zeitraum ein Minus von fast 17,7 Prozent. Das Ergebnis dieses anhaltenden Strukturwandels: Die durchschnittliche Bestandsgröße an Rindern stieg innerhalb von vier Jahren von 102 auf 120, diejenige von Milchkühen von 58 auf 77 Tiere je Haltung.

Ein Fünftel mehr Legehennen im Freiland

Gestiegen ist in Niedersachsen auch die Zahl der Legehennen, vor allem in Freilandhaltung. Am 1. Dezember 2014 wurden in niedersächsischen Unternehmen mit mindestens 3.000 Hennenhaltungsplätzen insgesamt 14,4 Millionen (plus 2,5 Prozent) Legehennen zur Produktion von Konsumeiern gehalten. Mehr als die Hälfte der Tiere (54,5 Prozent) stand am 1. Dezember 2014 in Bodenhaltung (7,9 Mio.). Im Freiland wurden 21,5 Prozent der Tiere gehalten, in Kleingruppen und ausgestalteten Käfigen (Käfighaltung) waren es noch 14,7 Prozent. In ökologischer Erzeugung wurden 9,3 Prozent der Legehennen gehalten.

Deutlich erhöhte sich die Zahl der Legehennen in Freilandhaltung innerhalb eines Jahres (plus 21,0 Prozent). Die Bodenhaltung (plus 0,4 Prozent) wie die ökologische Erzeugung (minus 0,04 Prozent) stagnierten, die Käfighaltung ging weiter zurück (minus 9 Prozent. Die Eierproduktion stieg um 5,5 Prozent auf 4,3 Mrd. Eier. (SB)
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