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In seinem aktuellen Wasde-Report, der am Donnerstag veröffentlicht worden ist, hat das US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) die hohen Ernten auf der Südhalbkugel berücksichtigt, die in den Wintermonaten eingefahren worden sind. Australien könnte eine Weizenernte von 35 Mio. t eingebracht haben. Sie wäre 45 Prozent größer als die Vorjahresernte. In Argentinien beträgt der Anstieg nach der USDA-Schätzung 42 Prozent auf rund 16 Mio. t. Die neuen Daten eingerechnet erreicht die globale Weizenerzeugung 2016/17 einen Umfang von 751 Mio. t und damit 2 Prozent mehr als das Rekordergebnis der Vorsaison. Diese Zahl bewegt jedoch die Märkte nicht mehr, denn ein Wert von um die 750 Mio. t steht seit geraumer Zeit fest.

Fütterung nimmt im Vergleich zum Vorjahr zu

Spannender ist im März-Report, wie das USDA die Entwicklung des Verbrauchs sowie der Exporte und Importe einschätzt. Den Verbrauch taxiert das Ministerium auf 741 Mio. t und damit höher als bisher. Im Vergleich zum Vorjahr sind es 4 Prozent mehr. Die absolute Mehrmenge beträgt fast 30 Mio. t Weizen, von denen rund 10 Mio. t zusätzlich in die Fütterung fließen. Vor allem in China und in Russland rechnet das USDA mit einem höheren Futterverbrauch. Dagegen nimmt in der EU die Weizenverfütterung voraussichtlich ab.

Russland, USA und dann Australien und die EU

Bei den Weizenexporten rückt Australien nach vorn. Es könnte in der Saison 2016/17 mit 25,5 Mio. t Weizen so viel exportieren wie die EU. Auf Platz 1 steht nach der März-Schätzung des USDA Russland mit 28,5 Mio. t, gefolgt von den USA auf Platz 2 mit Weizenexporten von 27,9 Mio. t. Anschließend kommen dann Australien und die EU. Kanada landet mit 20,5 Mio. t abgeschlagen auf Platz 5.

Unter den Importländern fällt Indien auf. Den Bedarf 2016/17 schätzt das USDA jetzt auf 5,5 Mio. t. Grund sind zwei geringe Weizenernten in Folge. Üblicherweise ist das bevölkerungsreiche Land Selbstversorger mit Weizen und steht in manchen Jahren sogar auf der Exportseite. Ein leichter Überschuss zeichnet sich in Indien bereits für die kommende Saison ab, doch aktuell reicht diese Aussicht noch nicht, um die aktuellen indischen Weltmarktkäufe zu drosseln.

Ein Drittel des Verbrauchs im Lager

Unverändert ist das Bild bei den Beständen. Die globalen Vorräte zum Ende der Saison 2016/17 häufen sich schätzungsweise auf 250 Mio. t. Im Vergleich zum Vorjahr sind es 10 Mio. t Weizen mehr. Das Verhältnis der Endbestände zum Verbrauch erreicht mit 33 Prozent einen mehr als komfortablen Wert. (db)
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