Der Gesamtindex, in dem eine Bandbreite von verschiedenen Molkereiprodukten und Kontrakt-Zeiträumen zusammengefasst ist, erhöhte sich gegenüber dem vorhergehenden Event Anfang September um 1,7 Prozent. Mit Ausnahme von Vollmilchpulver wurden für alle anderen gehandelten Standard-Molkereiprodukte höhere Notierungen verzeichnet. Der Preis für Butteröl stieg gegenüber dem vorherigen Event im Durchschnitt aller Kontrakte um 4,6 Prozent. Bei Butter wurde ein Plus von 3,6 Prozent gemeldet, bei Buttermilchpulver sogar eine Erhöhung um 7 Prozent . Der Index für Cheddar-Käse legte um 2,2 Prozent zu und jener für Lactose um 3,7 Prozent. Der Preis für Labkasein erhöhte sich im Schnitt um 2 Prozent. Während auch die Notierung von Magermilchpulver aufwärts tendierte (3 Prozent), kam es bei Vollmilchpulver, dem Hauptprodukt bei dieser Auktion, zu einem leichten Minus von 0,2 Prozent .

Milchanlieferung in Neuseeland sinkt

Für Nathan Penny, Agrarexperte der neuseeländischen ASB Bank, ist das jüngste Auktionsergebnis ein „weiterer Schritt in Richtung besserer Milcherzeugerpreise". Der geringfügige Rückgang der Notierungen für Vollmilchpulver schränke allerdings den Spielraum ein, weil es sich hier um das wichtigste Exportprodukt des marktführenden Molkereiunternehmens Fonterra handle, gibt er zu bedenken. Das abwartende Verhalten mancher Käufer hänge damit zusammen, dass man derzeit eine Bestätigung für die rückläufige Milcherzeugung in Neuseeland suche. Im August sei laut Fonterra die Anlieferung bereits um 4 Prozent geringer als vor einem Jahr ausgefallen, nun warte man auf die Septemberzahlen.

Chinas Bedarf an Milchfett steigt

Etwas kritischer sieht Amy Van Ossenbruggen, Analystin des neuseeländischen Marktbeobachters Agri HQ, die jüngsten Auktionsergebnisse - speziell bei Vollmilchpulver. Ein etwas langsamerer Anstieg der Notierungen in den vergangenen Wochen anstatt der größeren Schwankungen hätte dem Markt besser getan, meint sie. Generell sei bei dieser Auktion die Nachfrage nach Milchfett größer ausgefallen als die nach Milchpulver. Dies sei vor allem auf die chinesischen Bieter zurückzuführen, denn das Reich der Mitte signalisiere wieder einen steigenden Bedarf in diesem Bereich. (AIZ)
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