Zum heutigen Tag haben die Lebensmitteldiscounter die Preise für Butter um 30 Cent pro Packung gesenkt. Für das erste Halbjahr 2018 rechnet der Milchindustrieverband (MIV) mit einer fortgesetzten Marktschwäche.

Auf 1,29 Cent pro Packung haben die Discounter im Lebensmitteleinzelhandel die Preise für Butter gesenkt. Die Preisvereinbarungen mit den Molkereien gelten dabei zumindest für den Discounter Aldi nur für den Monat Februar. Dies könne als Indiz gewertet werden, dass Aldi von weiter nachgebenden Preisen ausgehe. Die vorherigen Lieferverträge umfassten einen Zeitraum von drei Monaten.

Es sei festzustellen, dass in allen Ländern der EU die Milchanlieferungen steigen, äußert MIV-Hauptgeschäftsführer Eckhard Heuser gegenüber agrarzeitung.de. Dennoch sei das derzeitige Preisniveau für Butter mit mehr als vier Euro pro kg immer noch relativ hoch und liege beim Doppelten des Interventionspreises. Sorge bereite dagegen die Tatsache, dass Verkäufe aus der Intervention zu Preisen unterhalb des Interventionsniveaus von 1,69 Euro pro kg Magermilchpulver erfolgen. Gleichzeitig sei die Einlagerung von Magermilchpulver anhaltend gestoppt worden.

Für das erste Halbjahr 2018 gehe er von einem gewissen Preisdruck auf Molkereiprodukte aus, so Heuser. Prognosen für das zweite Halbjahr könne derzeit aber niemand geben. In Folge der schwächeren Preise würden derzeit auch die Auszahlungspreise der Molkereien  für die Erzeuger sinken.
stats