Gegenüber dem Vorjahresniveau wurde ein Plus von 2,9 Cent oder 10 Prozent verzeichnet. Dies geht aus der jüngsten Preiserhebung des niederländischen Bauernverbandes (LTO) hervor. Der LTO-Durchschnittswert wird jeden Monat in Kooperation mit EDF (European Dairy Farmers) auf Basis der Auszahlungsleistungen von 16 großen Milchverarbeitern in Nord- und Mitteleuropa für Standardmilch mit 4,2 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß sowie einer jährlichen Anlieferung von 500.000 kg errechnet.

Fast alle im LTO-Milchpreisvergleich erfassten Molkereien haben im Dezember ihre Erzeugerpreise angehoben, zu den negativen Ausnahmen zählten Danone in Frankreich und Kerry in Irland. Mehrere Verarbeiter haben auch im Januar 2017 ihre Auszahlung erhöht und einige wenige auch für Februar ein Plus angekündigt.

Die LTO hat aus den monatlichen Erzeugerpreisen der erfassten Milchverarbeiter einen Jahresdurchschnitt für 2016 errechnet. Dieser beläuft sich auf 27,91 Cent netto, was gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang um 2,8 Cent oder 9,1 Prozent entspricht. Nur im Krisenjahr 2009 war der Milchpreis im Mittel noch niedriger. Die Experten geben allerdings zu bedenken, dass einige Verarbeiter noch Nachzahlungen für das abgelaufene Jahr gewähren werden. Der endgültige Milchpreis für 2016 wird von der LTO erst in den kommenden Monaten publiziert. (aiz)
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