Führende europäische Molkereien haben im Februar 2016 im Schnitt 28,6 Cent netto je kg Standardmilch (4,2 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß) ausgezahlt. Der Preis war im Vergleich zu Januar fast unverändert. Gegenüber dem Vorjahresniveau ergab sich jedoch ein Rückgang von knapp 11 Prozent, zeigt der jüngste Preisvergleich des niederländischen Bauernverbandes (LTO).

DMK, Arla und FrieslandCampina senken weiter

Wie das AIZ Wien weiter berichtet, haben in den Monaten März und April 2016 einige europäische Molkereien weitere Preissenkungen durchgeführt. Der deutsche Molkereiriese DMK verringerte im März seine Auszahlung um 1,5 Cent. Der dänische Verarbeiter Arla senkte sie im April um 1 Cent, FrieslandCampina (Niederlande) ging im März um 0,7 Cent sowie im April um 1 Cent herunter und die britische Molkerei Dairy Crest reduzierte ihren Erzeugerpreis in beiden Monaten (auch währungsbedingt) insgesamt um 3 Cent.

Am globalen Milchmarkt sei derzeit noch keine Entspannung absehbar, betonen die LTO-Experten gegenüber AIZ. Die EU verzeichne nach wie vor eine steigende Rohmilchanlieferung. China signalisiere laut EU-Kommission wieder einen höheren Bedarf an Butter, Voll- und Magermilchpulver, allerdings lägen die Einfuhren weiterhin unter dem Vorjahresniveau. Der russische Markt sei aufgrund des geltenden Embargos weiterhin für EU-Milchprodukte gesperrt. (az)
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