GDT-Index

Milchpulver sorgt für Preissprung

Der GlobalDairyTrade (GDT) Index, in dem eine Bandbreite von verschiedenen Molkereiprodukten und Kontrakt-Zeiträumen zusammengefasst ist, konnte gegenüber dem vorhergehenden Event (2. August) um 12,7 Prozent zulegen. Damit erreichte der Index den höchsten Wert seit Oktober 2015 und verzeichnete gleichzeitig den stärksten Zuwachs seit September 2015. Diesmal konnten die Preise für alle gehandelten Molkereiprodukte ein Plus verbuchen.

Stärkster Anstieg bei Vollmilchpulver

Bei der jüngsten Auktion stieg die Notierung für Butteröl (AMF) gegenüber dem vorherigen Event um 8,4 Prozent. Bei Butter wurde ein Plus von 14,1 Prozent verzeichnet, bei Buttermilchpulver sogar 18,1 Prozent. Der Index für Cheddar-Käse war um 8,9 Prozent höher und jener für Lactose um 3,5 Prozent. Labkasein wurde um 2,5 Prozent höher bewertet. Auch die Notierung von Magermilchpulver legte im Mittel zu, und zwar um 3 Prozent. Den größten Sprung nach oben machte aber Vollmilchpulver (18,9 Prozent), das Hauptexportprodukt der neuseeländischen Milchwirtschaft. Im Durchschnitt aller Kontrakte wurden für dieses Erzeugnis 2.695 USD/t geboten, das war der höchste Kurs seit Oktober 2015. Vom Fünf-Jahres-Höchstwert, der im April 2013 mit 5.245 USD/t erzielt wurde, war Vollmilchpulver aber noch weit entfernt.

Kurssteigerung stärker als erwartet

Für Andrew Hoggard, Vorsitzender des Milchausschusses der neuseeländischen Farmer-Organisation, ist das jüngste Auktionsergebnis eine „verdammt gute Nachricht", berichtet das AIZ Wien. Er hofft, dass sich der aktuelle Trend positiv auf den Erzeugerpreis des marktführenden Milchverarbeiters Fonterra auswirkt. Nach Einschätzungen von Analysten hätten vor allem chinesische und südostasiatische Käufer bei der jüngsten Auktion für eine gute Nachfrage und steigende Notierungen gesorgt. Insgesamt habe die deutliche Steigerung überrascht. Neben der „Anlieferungsbremse" in Europa habe sich auch die zuletzt wieder anziehende Nachfrage Chinas ausgewirkt. Tatsächlich hat China im Zeitraum Januar bis Mai 2016 spürbar mehr Vollmilchpulver (20 Prozent) und Magermilchpulver (9 Prozent), aber auch mehr Butter und Butteröl als im Vorjahreszeitraum importiert. (SB)
stats