Deutscher Wetterdienst

Milder Winter bringt reichlich Regen

Der vergangene Winter war zunächst frühlingshaft gestartet und die Pflanzenwelt erblühte, statt sich in die wohlverdiente Vegetationsruhe zu verabschieden. Erst Mitte Januar wurde es vorübergehend winterlich und örtlich drang der Frost tief in die Böden ein, stellt der Deutsche Wetterdienst in einer Analyse fest. Zwischenfruchtbestände froren ab und die Pflanzenentwicklung stoppte, bis es schließlich im Februar erneut mild wurde und reichliche Niederschläge die Böden auffüllten, so dass sie meist unbefahrbar wurden. Insgesamt fiel die Jahreszeit vergleichsweise sonnenscheinreich, sehr warm und ein wenig feuchter aus.

Böden im Februar nicht befahrbar

Im Februar brachten atlantische Tiefdruckgebiete Regen, aber wenig Schnee heran. Insgesamt lagen die Temperaturen und Niederschläge weit über dem vieljährigen Durchschnitt. Die Böden blieben wassergesättigt bis übergesättigt und waren daher verbreitet unbefahrbar. In der Monatsmitte und zum Monatsende trockneten die Böden nur oberflächlich ein wenig ab, so dass örtlich die erste Düngeabgabe bei gegebener Befahrbarkeit möglich war. Meist musste jedoch abgewartet werden.

März in Süden zu trocken

In der zweiten Märzwoche setzte sich Hochdruckeinfluss durch. Von nun an herrschte meist trockenes und oft sonniges Wetter bei verhaltenen Temperaturen. Zum Monatsende hin brachten dann atlantische Tiefdruckgebiete allmählich etwas wärmere Luft, aber auch wieder Niederschläge. Der März blieb mit rund 45 Litern pro Quadratmeter (l/m²) bereits zum siebten Mal in Folge unter seinem Soll von 57 l/m². Ab dem Osterwochenende, also vom 25. März an, fiel wieder mehr Regen. Unter dem Durchschnitt blieben die Niederschläge im März in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern. In Brandenburg, Hessen und dem Saarland fiel mehr Regen als gewöhnlich, in Sachsen-Anhalt und Thüringen lagen die Niederschlagsmengen im März im langjährigen Durchschnitt. (SB)
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