Die Getreidemärkte aus der neuen Ernte heraus bleiben unterentwickelnt. Im Westen steht schon reichlich Gerste zur Verfügung, doch die Mischfutterindustrie zeigt wenig Kaufinteresse. Die Verarbeiter sind noch mit alterntiger Gerste versorgt und kaufen nur homöopathische Mengen zu. Die Kurse stagnieren zudem. Franko Holland wurden je nach Region Gerstenpreise von 167,00 bis 170,00 €/t genannt. In Westfalen wird Futtergerste mit 169,00 bis 171,00 €/t besprochen. Kleinere Differenzen lassen sich schwierig überbrücken. Von Verkäuferseite gibt es kein drängendes Gerstenangebot, da ausreichend Lagermöglichkeiten vorhanden sind.

Auch für Weizen bewegen sich die Kurse am Kassamarkt wenig. Die Futterweizenpreise lagen franko Westfalen um die 201 €/t, auf die Paritäten in Südoldenburg wurden 1,00 bis 2,00 €/t mehr bewilligt. Die Mischfutterindustrie fragt die neue Ernte fast gar nicht nach. Allenfalls kleinere Partien für die alte Ernte werden noch gekauft. Für die neue Ernte dürfte der Konsum erst wenig Weizen den Büchern haben.

Die schwächeren Matif-Notierungen haben sich nicht ein zu eins auf die physischen Märkte niedergeschlagen, denn die Minusprämien wurden etwas reduziert. Ex Ernte werden vom Handel Weizenpreise genannt, die 5 €/t unter der Matif-Novembernotierung liegen. Für den Termin September/Dezember liegen die Minusprämien 2,00 bis 3,00 €/t unter der Matif-Notierung. An der Matif waren die Weizennotierungen am späten Mittag knapp gehalten. Der November notierte bei 187,50 €/t.

Raps knüpfte an die schwächere Stimmung vom vergangenen Wochenende an. Der ex -Erntetermin an der Matif gab 0,75 €/t nach und fiel auf 347 €/t im späten Mittagshandel. Kurz vor der Ernte lassen sich keine belebenden Impulse für Raps erkennen. (St)

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