Märkte am Mittag

Mischfutterhersteller handeln vorsichtig

Die Weizennotierungen an der Matif in Paris drehen heute wieder ins Minus. Sie folgen den Preisbewegungen aus Chicago. Die Böden in den USA sind nach wie vor zu trocken, und es ist kein weiterer Regen in Sicht. Die Temperaturen sind aktuell höher als üblich.

Die politischen Spannungen in der Ukraine scheinen unterdessen für die Märkte momentan kein Thema mehr zu sein. An der Matif notiert Weizen zum Mai-Termin heute gegen 12 Uhr bei 207,50 €/t und damit um 0,75 €/t schwächer als am Vortag. Der November Termin lag zu dem Zeitpunkt bei 198,75 €/t  und damit 1,50 €/t schwächer als zuletzt. Rapssaat für den Monat November 2014 liegt an der Matif bei 370 €/t um 0,25 €/t schwächer als am Vortag.

Die Feldbestände in Deutschland haben teilweise einen Vegetationsvorsprung von drei bis vier Wochen. Die Mischfutterhersteller kaufen daher vorsichtiger die Restmengen an Getreide ein.  Die Kaufideen für B-Weizen liegen um 207 €/t für die April-Lieferung und um 202 €/t franko Basis September 2014.  In Schleswig-Holstein ist im Grunde fast alles vermarktet. Das Weizenangebot in Mecklenburg-Vorpommern ist auch nur noch klein.

Die Rapskurse an der Matif zeigen sich zum Wochenende hin knapp behauptet. Ohne eigene neue Nachrichten richtet sich am Rapsmarkt der Blick in die USA auf die Sojanotierungen. In Chicago notiert der Sojakomplex aktuell schwächer. Die Abnahmemengen der Chinesen gehen zurück. In den dortigen Häfen liegen noch große Mengen Sojabohnen, die noch verarbeitet werden müssen. Erste Schiffe mit Sojabohnen aus Südamerika kommen in den USA an.

Preisbestimmend bleibt anscheinend die knappe US-Bilanz. Die Erntearbeiten in Brasilien sind so gut wie beendet, und die schwierige Logistiksituation hat sich dort verbessert. Der deutsche Kassamarkt für Rapssaat dümpelt so vor sich hin. Die Ölmühlen sind kaum aktiv. (Ps)
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