az-Seminar vor Ort

Mischfutterwerke an Gerste interessiert


Gespannte Aufmerksamkeit beim az-Seminar vor Ort
-- , Foto: da/az
Gespannte Aufmerksamkeit beim az-Seminar vor Ort

An den Tiefseehäfen sind seit der Ernte umfangreiche Lieferungen von Getreide bereits verschifft worden. Bis Oktober dürfte die Geschäftstätigkeit vor allem Richtung Saudi-Arabien anhalten. Doch ist es gar nicht so einfach, Gerste und Weizen in den Mengen aus dem Umland zu beschaffen, beschreibt Alexander Rothe, Vorstandsvorsitzender der Getreide AG beim Seminar der agrarzeitung (az) vor Ort: „Agrar GmbH Co. KG" heute in Basedow die Lage.

„Gerste könnte im Norden noch zu einem knappen Gut werden“, so Rothe. Denn auch die Mischfutterindustrie sucht derzeit im Nordosten Gerste. Die Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern haben sich weitgehend von dem Futtergetreide getrennt. Etwa 80 Prozent sind in der Region aus der Landwirtschaft an den Handel vermarktet und das meiste auch verkauft, berichtet Marion Rolf vom Landhandel Fugema beim az-Seminar in Basedow. Preislich notiert Gerste ab Station bei rund 165 €/t.

Bei Raps schauen Landwirte und Händler schon wieder auf die Ernte 2014. Bislang bestehe kein großer Zug bei den Abgebern, Vorkontrakte für das nächste Jahr zu schließen. Dr. Ernst Kühnle, Raiffeisen Mölln GmbH Co KG, schätzt für 2014, dass der Rapspreis bei 300 €/t liegen könnte.

Dies könnte der Fall sein, wenn Australien und Südamerika Anfang 2014 eine gute Ernte einfahren und „wir einen normalen Winter bekommen.“ Den B-Weizenpreis sieht er, in dem Fall, bei 150 €/t. Bei diesen Kursen könnte es für Landwirte durchaus interessant sein, sich mit dem Landhandel über Preissicherungssysteme zu unterhalten. (da)
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