Märkte am Mittag:

Mühlen nehmen Prämien zurück

Die Mühlen im Rheinland und Westfalen werden aus der laufenden Ernte reichlich mit Weizen versorgt. Aufgrund der geballten Erntearbeiten bis Montag dieser Woche wurde den Mühlen ex Ernte mehr Weizen als üblich angeliefert. Die rheinischen Mühlen haben ihre Kaufideen nach unten korrigiert und kaufen nur noch Weizen mit einer Minusprämien von 3,00 €/t unter den Matif-September-Notierung. Teilweise werden auch höhere Minusprämien herausgehalten. In Westfalen bewegen sich die Prämien ex Ernte bei ’even‘ bis 2,0 €/t unter dem Matif-September-Kontrakt. Die Backeigenschaften des westdeutschen Weizens sind nach ersten Auswertungen sehr gut.  
 
An der Matif stehen die Weizennotierungen heute wieder etwas unter Druck. Die Kurse gaben leicht nach und der September notierte am späten Mittag knapp unter 178 €/t.
 
Das Futtergetreidegeschäft ist ausgesprochen ruhig. Für die größeren Futterweizenmengen aus der laufenden Ernte findet sich derzeit noch kein Absatzkanal. Am Niederrhein lassen sich vereinzelt 172 €/t franko erzielen. Der holländische Konsum nennt für Futterweizen ähnliche franko-Preise und versorgt sich mit günstigen Weizen aus Belgien.

In Westfalen finden kaum Unterhandlungen für Weizen statt. Franko Südoldenburg ist die Mischfutterindustrie bereit, 175,00 bis 176,00 €/t anzulegen, die Abgabebereitschaft ist äußerst überschaubar. Futtergerste bleibt vernachlässigt. Die Mischfutterindustrie hat sich im Westen und Nordwesten aus der Ernte heraus gut versorgt.
 
Trotz der laufenden Rapsernte kommt wenig Raps ex Ernte an den Markt. Die Ölmühlen am Niederrhein sind bei einer Minusprämien von 1,00 €/t auf Matif-November Käufer. Am Oberrhein sind die Ölmühlen erst wieder ab der zweiten Hälfte August an Käufen interessiert, bieten hierfür für eine Prämie von 2,00 €/t auf die Matif-Notierung.
 
An der Matif haben sich die Rapskurse etwas gefangen und legten heute erneut zu. Der November notiert nach einem Plus von 2,00 €/t knapp unter 381 €/t. (St) 
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