Märkte am Mittag

Mühlen testen neue Ernte

Markttendenz
Indirekt stabilisieren auch im Süden die Exporte über die Seehäfen Hamburg und Rostock das hiesige Preisniveau, denn dadurch reduzieren sich die Bestände in ganz Deutschland.
In Süddeutschland werden noch immer große unverkaufte Weizenmengen auf den bäuerlichen Betrieben vermutet. Die Notierungen für Backweizen tendieren deshalb knapp behauptet beziehungsweise seitwärts. Das Kaufinteresse der Mühlenwirtschaft für die alte Ernte bleibt gering. Ihre Versorgung scheint wohl äußerst komfortabel zu sein. Wenn überhaupt, dann interessieren sich die Verarbeiter in erster Linie für B-Weizen. Dagegen bleiben E- aber auch A-Weizen häufig unbesprochen. Schon deshalb sind Prämien im Tagesgeschäft kaum ein Thema.

An der geringen Abgabebereitschaft der Landwirte hat sich zuletzt erwartungsgemäß nur wenig geändert. Hier und da ist der Erfassungshandel zwar an begrenzten Weizenkäufen interessiert, doch erscheinen die aktuellen Gebote den Erzeuger häufig nicht attraktiv genug, um sich von der Ware zu trennen. B-Weizen notiert franko südbayerischer Empfangsstation zwischen 146 bis 149 €/t. Die relativ niedrigen Preisvorstellungen der Käufer wirken sich auch lähmend auf das Geschäft mit der kommenden Ernte aus. Es kommt lediglich sporadisch zu kleineren Testkäufen der Verarbeiter. Die guten Saatenstände in ganz Süddeutschland verhindern, dass Nervosität bei Handel und Verarbeitung aufkommt.

An der Matif verliert Weizen heute über alle Termine. Der Frontmonat September gibt um 1,50 €/t auf 162,50 €/t nach. Auch Mais steht unter Druck. Der Juni verliert bis zum Mittag 0,50 €/t auf 166,00 €/t. Rot sind auch die Vorzeichen für Raps. Der August gibt um 1,75 €/t auf 369,75 €/t nach.  (HH)
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