Märkte am Mittag

Mühlen wird Weizen zu teuer

Mit den erneut angezogenen Weizenpreisen haben sich nun auch die wenigen Mühlen, die zuletzt noch Käufer waren, komplett zurückgezogen. Dagegen gibt es weiterhin Kaufinteresse der zweiten Hand für Backweizen. Zum Wochenstart fehlten aber die Offerten. Zuletzt hatte der Handel an der Rheinschiene 4,00 bis 5,00 €/t auf die Matif-Januar Notierung draufgepackt. In Westfalen werden für Zweithand-Geschäfte Aufgelder von 5,00 €/t geboten, die Abgeber fordern eine Prämie von 7,00 bis 8,00 €/t auf die Matif. Dadurch kommt so gut wie nichts zustande. An der Matif zog der Kurs für den Januar-Weizen am späten Mittag auf über 179 €/t an.
 
Das Futterweizengeschäft läuft zum Wochenanfang ebenfalls sehr ruhig an. Die Mischfutterindustrie und die Veredlungswirtschaft sind gut gedeckt, bekunden aber noch Kaufinteresse für prompte Lieferung und Dezember. Die knappe Logistik schränkt die möglichen Aktivitäten allerdings ein.  Frachtfrei Südoldenburg oder Westfalen wurden Briefkurse von 178 €/t für Dezember/Januar genannt, die Geldkurse lagen bis zu 2,00 €/t darunter.
 
Mais wird wenig besprochen. Ab Brake wurden die Maispreise etwas zurückgenommen. Frei Fuhre wurden Briefkurse für Januar/März von 166 €/t und für April/Juni von 169 €/t genannt. Inländischer Mais wurde in Westfalen mit 173 €/t gesucht. Im Südoldenburger Raum lagen die Preise auf ähnlichem bis leicht höherem Niveau.
 
Die Rapspreise zogen an. An der Matif schaffte der Februar wieder den Sprung über 340 €/t. Marktbeobachtern zufolge tut sich der Markt sehr schwer, dieses Niveau zu akzeptieren. Als am Freitag die Matif-Kurse über diese Marke sprangen, wurden die Prämien jedenfalls zurückgenommen. Das kurzfristig etwas größere Rapsangebot vom vergangenen Freitag ist zum Wochenstart schon wieder versiegt. Am Niederrhein werden für Dezember und Januar/März Prämien von um die 5 €/t auf die Februar-Matifnotierung genannt. (St) 
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