LTO-Preisvergleich

Müller und DMK zahlen wenig

Im Februar sind die Milchpreise in Europa leicht gestiegen. Der niederländische Bauernverband berechnete eine durchschnittliche Notierung von 33,44 ct/kg Milch (4,2 Prozent Fett, 3,4 Prozent Eiweiß), das waren 0,34 Cent mehr als im Vormonat und 4,23 Cent mehr als im Februar 2016. Grundlage für Berechnung sind die Auszahlungspreise von 15 großen europäischen Molkereiunternehmen.

Die beiden deutschen Molkereien, die in die Bewertung eingehen, zahlten einen unterdurchschnittlichen Preis. Den Auszahlungspreis des DMK gibt der LTO mit 31,33 ct/kg an, den von Müller 31,82 ct/kg. Schlusslicht ist Kerry Agribusiness mit 31,06 €/kg. Wie Kerry Agribusiness, Müller und DMK haben auch die meisten anderen Referenzmolkereien ihre Auszahlungspreise im Februar nicht verändert.

Die British Dairy Crest hob ihren Milchpreis am stärksten an, um 2,6 auf 33,58 ct/kg. Arla (34,83 ct/kg) und FrieslandCampina (34,05 ct/kg) hoben ihren Auszahlungspreis um 1,00 und 0,50 ct/kg an. Für März wurde den Milcherzeugern ein weiterer Aufschlag von 0,50 ct/kg (Arla) und 1,00 ct/kg (FrieslandCampina) zugesichert. Die Aussichten für den April schätzen die beiden Molkereien dagegen weniger positiv ein. FrieslandCampina hält seinen Preis unverändert. Arla kündigte an, ihn um 1,20 ct/kg zu kürzen. Schon im Januar und Februar stand der Erzeugerpreis bei Milcobel mit einem Minus von jeweils 1,00 ct/kg unter Druck. Mit 34,01 ct/kg liegt die belgische Molkerei aber immer noch über dem europäischen Durchschnitt.

Im Vergleich mit den Milcherzeugern in den USA und Neuseeland müssen die europäischen Milchbauern derzeit mit etwas niedrigeren Preisen zurechtkommen. Der aktuelle Auszahlungspreis der neuseeländischen Molkerei Fonterra liegt in Euro umgerechnet laut LTO bei 33,53 ct/kg Milch. Die Milcherzeuger in den USA erhalten durchschnittlich 39,77 ct/kg. (SB)
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