Märkte am Mittag

Nach Ostern läuft es schleppend

Markttendenz:
Die schwächeren Terminmärkte für Getreide werden am Kassamarkt nicht akzeptiert. Die Weizenpreise tendierten bei fehlender Abgabebereitschaft etwas fester. Bei Raps hält der Druck auf die Preise an.  
An den westdeutschen Getreidemärkten fehlen Impulse von allen Seiten. Die Mühlen an der Rheinschiene und in Westfalen sind nicht präsent, die Abgeber halten sich zurück. Für den  Weizenhandel lassen sich allenfalls Ansätze ausmachen, bei denen sich kleinste Differenzen von Brief- und Geldkursen nicht überbrücken lassen. Die nominellen Weizenpreise für die alte Ernte lagen im westdeutschen Raum franko Mühle bei 178 €/t. Die neue Ernte bleibt völlig vernachlässigt. Ex Ernte werden Quotierungen von - 3 €/t unter Matif-September und für September/Dezember ein Aufgeld von 4 €/t auf Matif-Dezember herausgehalten.
 
Am Terminmarkt bewegt sich heute nach den schwachen Vortagen nicht allzu viel. Die Kurse der Matif gaben zumindest nicht mehr weiter nach. Der Mai notierte Mittagshandel gut behauptet mit 164,50 €/t.
 
Auch an den Futtergetreidemärkten kommt wenig zustande. Von der Mischfutterindustrie kommen keine Kaufimpulse, aber auch die Verkäufer sehen keinen Grund für neue Aktivitäten. Die Futterweizenpreise im Nordwesten tendierten mit 177 bis 178 €/t etwas fester als in der Vorwoche. Futtergerste verteuert sich etwas, denn selbst kleine Partien lassen sich mangels Offerten kaum beschaffen. In den nordwestdeutschen Veredlungsgebieten wurden für Gerste 161 €/t, für Futterroggen 163 €/t und für Triticale 172 €/t bewilligt. Die neue Ernte bleibt bei Futterweizen und Futtergerste gleichermaßen vernachlässigt. Franko Südholland lässt sich Futterweizen nur noch zu gedrückten Preisen von 173 €/t unterbringen, so dass diese Absatzkanal uninteressant geworden ist. Der Holländische Konsum greift auf billigere Partien aus Frankreich nach Belgien zurück und gilt als gut versorgt.
 
Der Rapsmarkt ruht ebenfalls fast vollständig. Die rückläufigen Rapspreise an der Matif schlagen sich 1:1 auf die Kassapreise nieder, denn die Prämien bewegen sich nicht. Für die alte Ernte werden am Niederrhein Prämien von um die 11 €/t und auf Hamm von 15 €/t genannt. An der Matif gab der Rapskontrakt für den Mai weiter nach und fiel trotz festeren Sojabohnennotierungen unter 396 €/t. (St) 
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