Nach Ansicht von Marktbeobachtern wird in diesem Frühjahr aber voraussichtlich vermehrt der eigene  Nachbau ausgesät. Dies bestätigen nach Anfrage von agrarzeitung.de auch einige Landwirte in den fränkischen Landesteilen. Sie verweisen in diesem Zusammenhang auf die sehr reichlichen Naturalerträge der Ernte 2014.

Das Verhalten der Erzeuger könnte im kommenden Jahr aber anders werden, da man sich gegenwärtig in einem Umbruch hin zu ertragreicheren neuen Sorten befindet, heißt es weiter. Wenn die Braugerste flott und gut in den Boden kommt, sind die Landwirte auch für neue Anbau- und Lieferverträge ansprechbar.

Vom privaten Landwarenhandel in Unterfranken wurde von ersten Vorverträgen berichtet, die auf einer Basis ex Ernte von etwa 180 €/t netto abgeschlossen worden sein sollen. Die Kontraktmengen halten sich bislang aber noch in Grenzen. Franko Malzfabrik sind für Lieferung Oktober/Dezember 2015 im Schnitt etwa 207€/t im Gespräch. Braufähige Wintergerstensorten liegen preislich zwischen 5 bis 10 €/t unter den Notierungen für Sommergerste. (HH) 
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