FAO-Index

Nahrungsmittelpreise streben nach oben

Der Nahrungsmittelpreis-Index der UN-Landwirtschaftsorganisation FAO ist im Mai das vierte Mal in Folge gestiegen. Insgesamt stieg das Preisbarometer um 2,1 Prozent gegenüber dem Vormonat auf 155,8 Punkte, teilte die Organisation am Donnerstag in Rom mit. Damit bewegen sich die Nahrungsmittelpreise aber immer noch 7 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Der Nahrungsmittelpreis-Index bündelt die Kursentwicklungen bei Getreide, Pflanzenölen, Milchprodukten, Fleisch und Zucker. In allen Produktgruppen bis auf Pflanzenöle legten die Preise im vergangenen Monat zu. Der Teilindex für Getreidepreise zog gegenüber dem Vormonat um 1,6 Prozent an. Die FAO führt dies auf einen Kurssprung bei Mais zurück. Zudem seien die Notierungen für aromatische Reissorten gestiegen.

Gute Nachfrage nach EU-Schweinefleisch in Asien

Der Index für Fleischpreise kletterte um 2 Prozent nach oben, da die Nachfrage nach Schweinefleisch aus der EU in Asien gestiegen ist.

Der Milchpreisindex bewegt sich leicht um 0,4 Prozent nach oben, liegt aber immer noch 24 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die FAO begründet die leichte Aufwärtsbewegung mit einer Stabilisierung der Milchpreise in der EU und anhaltender internationaler Nachfrage für Vollmilchpulver und Butter.

Den Pflanzenölpreisen ging nach der strammen Rally der vergangenen Monate die Puste aus. Der Teilindex fällt um 1,8 Prozent gegenüber April. Das führt die FAO auf einen Rückgang der Kurse für Palmöl zurück. (pio)
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