Märkte am Mittag

Negative Vorzeichen

Markttendenz
Die Marktbeteiligten sehen auch für die nächsten Tage keinen Anlass für steigende Getreidepreise. Dennoch werden sich die Anlieferungen aus der Landwirtschaft verstärken. Der Saatenstand wird bislang als überwiegend gut bezeichnet.
Die schwachen Vorgaben von den Börsen bestimmen auch das physische Geschäft am süddeutschen Kassamarkt. Am Donnerstagmittag verliert der Frontkontrakt März für Mahlweizen an der Matif 1 €/t und wird mit 164,75 €/t bewertet. Der folgende Mai-Kontrakt gibt 1,25 €/t nach auf 170,25 €/t.

Bei allen Marktbeteiligten schwindet die Hoffnung auf einen kurzfristigen Preisaufschwung zusehends. Vor dem Hintergrund fallender Kassapreise trennen sich etliche Landwirte allmählich auch von größeren Weizenmengen. Für E-Weizen erhalten die Erzeuger mittlerweile je nach Region zwischen 160 bis 170 €/t netto frei Erfassungslager. A-Weizen wird im Schnitt mit etwa 150 €/t honoriert. Im ruhigen Tagesgeschäft schwanken die Erlöse zwischen 145 bis 156 €.

B-Weizen erzielt 140 bis 147 €. Das Mittel liegt um 145 €. Die Kurse für Futterweizen orientieren sich in aller Regel an den Preisen für Backweizen. Die Mühlen und Mischfutterwerke betonen regelmäßig ihre gute Versorgungslage in der vorderen Position. Die Mühlen geben jedenfalls an, dass sie über die bestehenden Mehlkontrakte hinaus gedeckt seien. Deshalb läßt sich das regional größere Angebot nicht immer sofort schlank platzieren.

Anfragen gibt es ab April/Mai. Allerdings werden auch sie nicht zu einer kurzfristigen Trendwende führen, da die Drittlandexporte nach wie vor deutlich hinter den Erwartungen liegen. Nun hoffen die Verkäufer auf eine lebhaftere Nachfrage des Irans aber auch Äthiopiens. Größhändler warnen aber vor zu großen Erwartungen. (HH)
   
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