Märkte am Mittag

Neue Ernte kommt in Schwung

Markttendenz
Die gestiegenen Notierungen bieten die Chance, Teilmengen der neuen Ernte zu verkaufen.
An der Matif kennt der Weizenkurs auch heute nur eine Richtung: nach oben. Seit dem Donnerstagvormittag der vergangenen Woche hat der September-Kontrakt um rund 4 Prozent zugelegt. Am Montagmittag wurde der Frontmonat mit 175,75 €/t gehandelt. Auch die späteren Termine lagen deutlich im Plus. Viele Landwirte nutzen die aktuelle Entwicklung, um Teilmengen der neuen Ernte abzusichern. Bereits am Freitag belebte sich das Erfassungsgeschäft des Landhandels spürbar. Und auch zu Wochenbeginn meldeten sich viele Erzeuger beim Handel. Sollte die Matif im Laufe der Woche die 180-Euro-Marke überspringen werde das für viele Landwirte ein Verkaufssignal sein, ist ein Landhändler überzeugt. Insgesamt schätzt der Erfassungshandel in den niedersächsischen Ackerbauregionen die bisher verkauften Mengen aus der neuen Ernte aber noch niedriger ein als in den Vorjahren.

Auf der Verkaufsseite kommen kaum Abschlüsse zustande. Die Mühlen in Niedersachsen zeigen kein Interesse und auch für Futterweizen ist in den Veredelungsregionen keine nennenswerte Nachfrage für die neue Ernte auszumachen. Beim Absatz zeigt sich der Hamburger Markt noch am liquidesten. Die Prämien auf die Matif haben sich allerdings verringert, was viele potentielle Angeber abschreckt. Basis September werden heute Preise von zwei Euro unter Matif Dezember genannt.

Von den gestiegenen Weizen-Notierungen profitieren an der Matif auch Raps und Mais. August-Raps legt um 1,75 € auf 364,50 €/t zu. Beim Mais gewinnt der Frontmonat August 1,00 € auf 175,75 €/t. (SB)
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