Märkte am Morgen: Ölsaaten

Neue Impulse fehlen

Sojakomplex: Am Sojamarkt fehlten neue Nachrichten und Impulse. Die kleinere Notizgewinne von 3,4 Cent/bushel für die Januar-Bohne und von 2,70 US-$/short-ton für Schrot sollen im wesentlichen auf technische Käufen für Sojaschrot beruht haben.
 
In Brasilien hat der Verband der Ölsaatenverarbeiter Abiove eine gedrückte Prognose der kommenden Bohnenernte veröffentlicht. Aufgrund der späten Aussaat und Ertragsdepressionen geht der Verband entgegen gängigen weitaus höheren Einschätzungen nur von einer brasilianischen Ernte von 91 Mio. t aus. Die derzeitigen Wetterbedingungen in Brasilien sind dagegen ausgezeichnet und geben wenig Anlass für Pessimismus.
 
Raps: Raps blieb an der Matif ebenfalls ohne Impulse. Nach kleineren Kursschwankungen kann sich der Februar noch auf ein Plus von 0,75 €/t retten. Der knappe vordere physische Markt dürfte zur der etwas freundlicheren Tendenz beigetragen haben. Der Mai und die neue Ernte schlossen dagegen mit kleineren  Notizverlusten.
In Winnipeg hielt die freundlichere Stimmung für Canola-Raps an. Der Januar notierte 2,40 Can-$/t höher als am Vortag.
 
Rohöl: Nach den extremen Notizverlusten konnten sich die Rohölnotierungen etwas fangen. Brent Crudöl legte 1,77 US-$ zu und hielt sich oberhalb von 61 US-$/Barrel. WTI-Rohöl machte nach einem Notizgewinn von 0,54 US-$/Barrel ebenfalls etwas Boden gut. Der Rohölmarkt bleibt schwach, denn es lassen sich keine Ansätze für  Produktionseinschränkungen erkennen. In diesem Jahr sind die Preise 45 Prozent gefallen und das Opec-Kartell hat sich aufgrund der jüngsten Geschehnisse zum Papiertiger degradiert. (St)
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