USDA-Bericht

Neue Impulse für Märkte


Das US-Agrarministerium USDA veröffentlicht am Mittwochabend neue Zahlen für die Lagervorräte bei Getreide und Ölsaaten in den USA. Das USDA veröffentlicht Daten zu den Beständen an Weizen, Mais und Soja zum Stichtag 1. September. Da das Vermarktungsjahr 2015/16 für Sojabohnen und Mais gleichfalls am 1. September beginnt, entsprechen die Zahlen den Endbeständen 2014/15 und werden am Markt mit Spannung erwartet.

Am Markt gehen die Erwartungen dahin, dass die Vorräte an US-Sojabohnen leicht unter der Endbestandsschätzung im Marktbericht „Wasde“ des USDA vom 11. September liegen könnten. Der Grund: Die Exportverladungen an Sojabohnen in den USA seien zügig gelaufen, sagen Marktteilnehmer. Bei Mais können sich Beobachter vorstellen, dass die Vorräte die Endbestandsschätzung im jüngsten Wasde übertreffen, da hier das Ausfuhrgeschäft schleppender verlaufen war.

In welche Richtungen die Zahlen die Märkte beeinflussen werden, hängt davon ab, inwieweit sie mit den Analystenschätzungen im Vorfeld der Veröffentlichung übereinstimmen oder abweichen. In der Vergangenheit haben die Bestandsberichte immer mal wieder für Marktturbulenzen gesorgt.

Nach Umfragen der Nachrichtenagentur Reuters gehen Marktbeobachter davon aus, dass das USDA die Maisvorräte auf 1,739 Mrd. bu beziffern wird, die Spanne der Schätzungen reicht von 1,674 bis 1,850 Mrd. bu. Im jüngsten USDA-Bericht hat das USDA die Maisendbestände 2014/15 mit 1,732 Mrd. bu angegeben. Die Sojabohen-Bestände wird das USDA nach Erwartungen von Analysten mit 205 Mio. bu beziffert, der aktuelle Wasde liegt bei 210 Mio. bu. Die Spanne der Schätzungen reicht von 165 bis 250 Mio. bu. (pio)
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