FAO-Index

Neue Turbulenzen bleiben aus

Der FAO-Nahrungsmittelpreisindex hat im Februar 2016 im Durchschnitt bei 150,2 Punkten notiert und damit nahezu unverändert zum Vormonat, teilt die Organisation am Donnerstag in Rom mit. Stabilisierend wirkten vor allem deutliche Preisanstiege bei den Pflanzenölen. Doch auch der Fleischmarkt konnte leichte Gewinne vorweisen. Alle anderen in dem Index erfassten Produktgruppen dagegen gaben im Vergleich zum Vormonat nach. Gemessen an Februar 2015 schlägt ein Minus von 25,6 Punkten oder 14,5 Prozent zu Buche.

Der FAO-Nahrungsmittelpreisindex bildet die globale Marktentwicklung bei Getreide, Zucker, Fleisch, Milch, und Pflanzenölen ab. Der Teilindex für Pflanzenöle legte im Februar um 11,2 Punkte oder 8 Prozent im Vergleich zum Vormonat zu und misst 150,3 Punkte. Hinter dieser festen Entwicklung steckt vor allem der Markt für Palmöl. Denn in Südostasien sinken die Vorräte, während sich gleichzeitig die Aussichten auf die Produktion in den kommenden Monaten eintrüben. Deshalb stiegen auch die Preise für Sojaöl als Substitut für Palmöl.

Schwache Weizenexporte drücken Getreide-Index

Der Teilindex für Getreide dagegen hat im Februar gemessen am Vormonat etwas nachgegeben auf 148,3 Punkte. Dahinter steckt die schwache Entwicklung am Weizenmarkt, die wiederum auf einen zähen Handel zurückzuführen ist. Der Maismarkt dagegen wurde durch regere Nachfrage von Importeuren gestützt.

Der FAO-Milchpreisindex gibt im Februar um 3,1 Punkte oder 2,1 Prozent auf auf 142 Punkte nach. Eine schwache Importnachfrage, vor allem aus China, hat die Preise gedrückt. Hinzu kommt das weiterhin bestehende Überangebot.

Am Fleischmarkt dagegen verzeichnet die FAO eine festere Entwicklung. Der Teilindex steigt leicht auf 148,2 Punkte. Die Preise für Rindfleisch stiegen im Februar, da das Angebot aus den USA und Australien zurückgegangen ist. Auch der internationale Markt für Schweinefleisch zeigte sich von seiner stabilen Seite.

Deutlicher Preisrückgang bei Zucker

Deutlich Federn ließ der Teilindex für Zucker, der um 12,3 Punkte oder 6,2 Prozent gegenüber dem Vormonat auf 187,1 Punkte nachgab. Dahinter stecken vor allem besser als erwartete Erntebedingungen in Brasilien, dem weltweit größten Zuckerproduzenten. (pio)
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