Märkte am Mittag

Neue Warenströme für Mais

Die Maisernte im Südwesten ist so gut wie abgeschlossen. Die Ware ist getrocknet und eingelagert, sofern die Möglichkeit besteht. Die Preisvorstellungen der Käufer liegen bei etwa 175 €/t franko Kraftfutterwerk, teilweise auch darunter. Ideen auf demselben Niveau haben die Verkäufer ab Station. So kommt es kaum zu Abschlüssen.

KLeine Ernte im Südwesten

Fakt bleibt die sehr kleine Ernte im Südwesten. Aus Ungarn kommt im Moment kaum Ware zur Entlastung des hiesigen Marktes. Die Situation auf der Donau mit Niedrigwasser erschwert den Transport. Auf der anderen Seite gibt es in Richtung Nordwesten keine Rechnung auf den Mais. Es wird auf günstigere Importe verwiesen. Marktteilnehmer halten es nicht für ausgeschlossen, dass Mais im Laufe des Wirtschaftsjahres aus der Mitte Deutschlands in Richtung Süden fließen könnte, um die Fehlmengen hier auszugleichen.

Auf der anderen Seite sind die Kraftfutterwerke nicht drängend am Markt. Die Nachfrage der Landwirte nach Mischfutter aufgrund der unbefriedigenden Erlössituation im Milchvieh- und Schweinebereich hält sich in Grenzen. Für einen Futterweizen werden 172 bis 174 €/t im November /Dezember bezahlt. Für Futtergerste werden 154 bis 155 €/t angelegt.

Rekordschätzung ohne große Wirkung

Auch bei den Mühlen lassen sich nur kleine Mengen Brotweizen platzieren. Aktuell werden 174 €/t im November/Dezember genannt. A-Weizen kann weiterhin ein Aufgeld von 5 €/t erzielen. Die Abgeber sind allerdings auch nicht sehr aktiv und haben den Märzpreis an der Matif im Auge. Er liegt deutlich über dem Dezemberkurs. Hier wird Hoffnung auf eine weitere Erhöhung gesetzt. Andere Marktteilnehmer sehen vor dem Hintergrund der großen Ernte eher eine Angleichung an den Dezemberpreis. Die zweite Hand am Oberrhein ist recht aktiv am Markt und bezahlt auch zwei bis drei Euro mehr als die erste Hand. Für den Januar/März sind Kurse von 180 €/t für einen Brotweizen zu hören.

Trotz der neuen Schätzung der EU-Kommission für Weichweizen auf 149,2 Mio. t und damit einem neuen Rekord hält sich der Weizen in Paris heute Vormittag unverändert zu gestern mit 180,25 €/t. Mais zeigt sich bis auf den morgen auslaufenden November etwas freundlicher. Der Januar legt sich 0,50 €/t über den gestrigen Kurs und bewegt sich heute Mittag bei 169,75 €/t. Raps zeigt sich mit 382,00 €/t ebenfalls im grünen Bereich und 0,50 €/t über gestern. (dg)




stats