Märkte am Morgen: Getreide

Neuerntiger Weizen zieht an


Weizen: An der Matif legten die Weizenkurse zu. Der Frontmonat Juni konnte sich zwar nur geringfügig verbessern, doch für die neue Ernte zogen die Notierungen bis zu 2,25 €/t an. Nicht nur in den USA, sondern auch in Europa schürt die Trockenheit Befürchtungen über die weitere Entwicklung der Weizenbestände.  
 
In den USA erhielten die Spekulationen über mögliche Trockenschäden weitere Nahrung. Die Kurse in Chicago zogen wieder an. Die Niederschläge vom Wochenende waren im Weizengürtel nur minimal und brachten keine wesentliche Verbesserung der Bodenbedingungen. Die Wettervorhersagen lassen für die südlichen US-Plains keine signifikanten Regenfälle erwarten. Der Zustand der Winterweizenbestände in Kansas hat sich gegenüber der Vorwoche um 2 Prozent verschlechtert und inzwischen werden 27 Prozent mit schlecht bis sehr schlecht bewertet. Nur 29 Prozent fallen in die Kategorien gut bis exzellent.
 
Der US-Attache in Australien hat eine erste Prognose für die kommende australische Weizenernte abgegeben. Mit 24,8 Mio. t könnte sie 2,2 Mio. t niedriger als im Vorjahr ausfallen, so die seine erste Trendmeldung.
 
Mais: Die Kurse in Chicago gaben etwas nach. Zuvor waren sie durch umfangreiche Exportverladungen und unter anderem auch durch Befürchtungen über eine verspätete US-Maisaussaat gestützt worden. Die Temperaturen im Mittleren Westen steigen derzeit aber an und lassen bei günstigen äußeren Bedingungen einen Schub bei der US-Maisaussaat erwarten.
 
Nach einer Umfrage von Reuters gehen die Analysten im Schnitt davon aus, dass das USDA in seinem morgigen Report die US-Maisendbestände in dieser Saison etwas nach unten korrigieren wird. Mit 35,6 Mio. t wären sie aber immer noch äußerst komfortabel.
 
An der Matif profitierten die Maisnotierungen vom etwas festeren Weizen. Die Kurse zogen etwas an, für die neue Ernte bis zu 1,50 €/t. (St)
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