Märkte am Mittag

Niederschläge waren optimal

Die Weizennotierungen können sich bestenfalls knapp behaupten oder haben sogar etwas an Wert verloren. Insgesamt ist der physische Markt weiterhin sehr ruhig und es finden zwischen Handel und Verarbeitern kaum nennenswerte Neugeschäfte statt. Nachrichten von den internationalen Terminbörsen beeinflussen den süddeutschen Markt kaum. Es fehlen ohnehin neue Meldungen, die zusätzliche Impulse liefern. Die Mühlen und Mischfutterwerke sind zum größten Teil noch gut versorgt, weshalb seitens der Verarbeiter keine Eile beim Abschluss von Anschlusskäufen zu erkennen ist. Dennoch wird in aller Regel noch ausreichend Weizen angeboten. Über die noch unverkauften Vorräte in der süddeutschen Landwirtschaft an Qualitätsweizen, gehen die Schätzungen nach wie vor weit auseinander. Gefragt zu sein scheint ohnehin, auch im verhaltenen überregionalen Handel, eher B-Weizen.

Die Erzeugerpreise treten auf der Stelle. Im Mittel erhalten die Landwirte für A-Weizen um 172,50/t netto frei Erfassungslager. B-Weizen wird mit gut 160/t abgerechnet. Beim E-Weizen bleibt die Spanne recht breit. Sie reicht von 185 bis zum Teil 200 €/t. Futterweizen wird in diesen Tagen nur sporadisch gehandelt. Oft sind die Mischfutterwerke nur an sehr preiswerten Einzelpartien interessiert. Im Schnitt erhalten die Landwirte 149,50 €/t. Partien ohne Fallzahlangaben werden praktisch nicht angeboten.
Die neue Ernte rückt verstärkt in den Fokus. Die Niederschläge der vergangenen Tage werden häufig als optimal für die Saatenstände bezeichnet. Wenn die Marktbeteiligten ihre Meinungen über die Preise der kommenden Ernte austauschen, dann orientieren sie sich häufig an den aktuellen Kursen. Größere Abschlüsse kommen bislang aber laum zustande. (HH)  
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