Märkte am Morgen: Ölsaaten

Niedrige Bestände bringen Soja nichts

Sojakomplex: Die Schätzung der US-Sojabohnenbestände aus der Kampagne 2013/14 fiel mit 2,6 Mio. t rund 1,9 Mio. t kleiner als erwartet aus. Obwohl dies der niedrigste Bestand aller Zeiten ist, verpufften die bärischen Zahlen vor dem Hintergrund der neuen US-Rekordernte. Die Sojaschrotnotierungen konnten nur kurzfristig davon profitieren und gaben auf allen Termin wieder mehr als zweistellig nach.  Auch Sojaschrot notierte schwächer, der Dezember verlor 5 US-$/short ton. Zusätzlich wurde die Stimmung an der Börse durch eine Aufwärtskorrektur  der letztjährigen Sojaernte gedrückt: aufgrund größerer Anbau- und Ernteflächen sowie höheren Erträgen setzte das USDA die 2013er US-Bohnenernte um 1,7 Mio. t nach oben.
 
Raps: Die Rapsnotierungen an der Matif zeigten sich ziemlich resistent gegen die schwachen Vorgaben aus Chicago. Allerdings ließen sich die Tageshöchstkurse nicht halten. Es sieht so aus, als wollte der Raps wieder etwas nach oben, denn zwischenzeitlich stieg die Novembernotierung wieder auf 320,50 €/t an. Marktexperten gehen davon aus, dass Raps für eine nachhaltige Stabilisierung allerdings Schützenhilfe vom Sojakomplex benötigt.
In Winnipeg notierte Canola etwas schwächer. Der gedrückte Sojakomplex und Positionsbereinigungen vor der neuen Produktionsschätzung von Statistics Canada am kommenden Freitag belasteten die Notierungen.
 
Rohöl: Die Futures mussten kräftig Federn lassen und die Talfahrt hält an. WTI-Rohöl gab 3,41 US-$/Barrel nach und die festeren beiden Vortage erwiesen sich als Strohfeuer.  Der feste US-Dollar und Erwartungen an höhere wöchentliche US-Rohöllagerbestände drückten. Auch Brent Crudöl gab mit einem Minus von 2,53 US-$/Barrel deutlich nach. Im September hat der Brentölpreis 8,3 Prozent verloren. Die Commerzbank macht spekulative Einflüsse für den jüngsten Rückgang maßgeblich verantwortlich. Die Anleger haben ihre netto long-Positionen erheblich reduziert und neue Shorts in Rekordhöhe aufgebaut. (St)
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