Vor zwei Tagen betrug der Wasserstand der Elbe am Pegel Neu Darchau in Niedersachsen nur 1,07 Meter. Es wird erwartet, dass der Wasserspiegel in der kommenden Woche unter die 1-Meter-Marke fällt.„Niedrigwasserlagen sind in dieser Jahreszeit nicht ungewöhnlich" sagt Jörn Abel vom Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz in Lüneburg. „Zurzeit gehen wir aber davon aus, dass der Wasserspiegel im niedersächsischen Elbeabschnitt auf Grund fehlender Niederschläge weiter fallen wird."

Die niedrigen Wasserstände haben nicht nur Auswirkungen auf die Schifffahrt. Ein Niedrigwasser beeinflusst auch die Gewässergüte. In dieser Woche beschlossen der Bund, die betroffenen Länder sowie die Flussgebietsgemeinschaft Elbe, die Überwachung des Stroms wegen des außergewöhnlichen Niedrigwassers zu erweitern. Das „Elbemessprogramm Extreme" sieht eine verstärkte Gewässergüteüberwachung bei extremen Hoch- und Niedrigwasserlagen an zehn ausgesuchten Mess-Standorten entlang des Flusses vor.

Niedrige Abflüsse zeigen auch wichtige Nebenflüsse der Elbe wie die Ilmenau oder die Jeetzel. (az)
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