Märkte am Mittag

Noch größere Vorräte vermutet

Markttendenz
Von Exportgeschäft im Norden profitieren die Landwirte in Süddeutschland kaum. Eine Belebung des Handels ist nicht in Sicht.
Im Süden wird nur sehr vereinzelt Backweizen in größeren Mengen umgesetzt. Aufmischqualitäten bleiben ohnehin in der Gunst der Verkäufer etwas vernachlässigt. Ein weiterer Grund für die geringe Geschäftstätigkeit: Die Landwirte sind häufig noch mit den Frühjahrstätigkeiten auf den Feldern beschäftigt. Dennoch werden auch weiterhin noch größere unverkaufte Weizenmengen auf den bäuerlichen Betrieben vermutet. Dabei handelt es sich in erster Linie um die besseren A- und auch E-Qualitäten. Diese Bestände werden nur sehr zögerlich abgebaut. Marktbeobachter vermuten deshalb, dass wohl noch einige Mengen in das neue Wirtschaftsjahr übernommen werden. Trotz des geringen Angebotes aus der Landwirtschaft sind die Verhältnisse weitgehend ausgeglichen. Denn auch die Mehrheit der verarbeitenden Seite ist auf Anfrage hin offensichtlich zunächst noch ausreichend gedeckt. Negativ für die hiesige Preisentwicklung machen sich jedoch indirekt die hohen unverkauften Bestände in Frankreich bemerkbar. Größere Geschäfte mit Ware aus der neuen Ernte sind immer noch eher die Ausnahme. In Norddeutschland läuft der Export nun stetig, was die dortigen Aufgelder erklärt. Die Auswirkungen sind in Süddeutschland nur sehr abgeschwächt zu spüren.

Seitwärts bewegen sich heute die Notierungen an der Matif. Weizen und Raps stehen am frühen Nachmittag gegenüber gestern Abend unverändert bei 153,25 €/t und 367,75 €/t. Mais legt minimal auf 155,50 €/t zu. (HH)
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