Märkte am Morgen: Getreide

Noch kein Halt in Sicht

Weizen: Der Abwärtstrend an der Matif setzt sich fort. Der Frontmonat September verliert nach Positionsbereinigungen 4,25 €/t und fällt auf 153 €/t ab. Der Dezember gibt  2,75 €/t nach und notiert mit 169 €/t. Neue Nachrichten fehlen, der Markt steht unter dem Druck einer großen globalen und guten europäischen Weizenernte sowie des schwachen Umfelds der Rohstoff- und übrigen Agrarmärkten.
 
In Chicago verliert der Dezember 7,2 Cent/bushel und fällt auf 4,79 US-$/bushel. Die Notierungen markieren neue Kontrakttiefs. In Kansas fällt der Frontmonat September sogar auf den tiefsten Stand seit acht Jahren und schließt bei 4,48 US-$/bushel. Die niedrigeren Notierungen für den in Kansas notierten Hard-Red-Winterweizen gegenüber dem Chicagoer Weizen sind ungewöhnlich, drücken aber die schwache Exportnachfrage nach US-Weizen aus.
 
Russland wird nach Aussagen des Agrarministers erst einmal keine Änderung bei der Export-Besteuerung einführen. Das an den Rubel gekoppelte Steuersystem gilt als eine Ursache, dass die russischen Getreideexporte in dieser Saison deutlich unter dem Vorjahresniveau liegen.
 
Mais: Die Kurse in Chicago gaben erneut nach, blieben aber mit einem Minus von 1,4 Cent/bushel für die neue Ernte überschaubar. Eine leicht rückläufige US-Ethanolproduktion und der Erntestart in der Delta-Region dürfen für den leichten Druck gesorgt haben. Das Brokerhaus Allendale schätzt die Erträge für die US-Maisernte auf 167,1 bushel/acre. Die Prognose liegt etwas niedriger als die USDA-Zahl von 168,8 bushel/acre. Nach einer ersten Umfrage wollen die US-Farmer im kommenden Jahr den Maisanbau um 750.000 acres auf 89,65 Mio. t acres ausdehnen.  
 
An der Matif setzt sich die schwache Tendenz fort. Der November verliert 3,0 €/t und fällt auf 163,25 €/t. (St)
stats