Märkte am Morgen: Ölsaaten

Nochmals weniger Bohnen aus Südamerika

Sojakomplex: Bohne und Öl können zulegen, Schrot endet weitestgehend im Minus.

Die Weltsojaernte fällt nochmals kleiner als vor einer Woche vorhergesagt. 278,8 Mio. t im Wirtschaftsjahr 2013 /14 im Vergleich zu 267,4 Mio. t vor einem Jahr prognostiziert Oil World gestern. Damit ist die aktuelle Vorhersage korrigiert von 280 Mio. t in der vergangenen Woche und 287,8 Mio. t im Januar. Heftige Regenfälle in Brasiliens größtem Anbaugebiet verzögern die Erntearbeiten und verringern Qualität und Quantität, so die Hamburger Marktspezialisten. Die argentinische Bohnenerne allein sehen sie bei 53 Mio. t. Im Wirtschaftsjahr 2012 /13 lag sie bei 48,5 Mio. t. Aus Brasilien erwarten sie 84 Mio. t, 1,0 Mio. t weniger als noch vor einer Woche. Im Januar lagen die Erwartungen noch bei 89,5 Mio. t. 2012/13 waren nur 81,5 Mio. t geerntet worden.

Informa schätzt die kommende argentinische Ernte um drei Mio. t geringer auf 54 Mio. t ein. Die brasilianische Ernte sehen diese Fachleute bei 88,8 Mio. t und damit 900 000 t geringer als bisher.

Die Bohne scheint auch von der Stärke im Getreide zu profitieren. Der freundliche Ölpreis profitiert von der Sorge um die Versorgung. In Südostasien könnte Trockenheit zu einer kleinere Versorgung führen.

Raps: In Paris kann der Raps nochmals zulegen. Die Gewinne fallen mit 2,00 bis 2,75 €/t etwas moderater als am Vortag aus. Der Mai 2014 schließt mit 402,00 €/t. Ab August 2015 können allerdings wieder 3,50€/t verbucht werden.
Canola in Winnipeg legt nochmals deutlich zu. Offenbar sind die Logistikprobleme in Kanada doch nicht zu unterschätzen.

Rohöl: Nach den starken Gewinnen am Vortag legen die Rohölpreise gestern eine Verschnaufpause ein. Die Preise geben wieder nach. Die politisch zumindest vorübergehend etwas entspannte Lage auf der Krim ist der Auslöser. (dg)
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