Märkte am Morgen: Ölsaaten

Notizgewinne auf breiter Basis

Sojakomplex: Die Reaktion auf die beiden schwachen Vortage folgte postwendend. Mit Kursgewinnen von 16,2 Cent/bushel für die März-Bohne wurden die vorangegangenen Notizverluste wieder kompensiert. Der März notierte mit 10,61 US-$/bushel. Auch die übrigen Termine schlossen fester. Ein festerer chinesischer Soja-Markt, vor allem aber gute Verarbeitungszahlen für Sojabohnen in den USA beflügelten die Stimmung. Auch der feste Schrotmarkt stützte kräftig, denn Sojaschot legte für Mai 7,2 US-$ auf 351 US-$/short ton zu.
 
Von Südamerika kamen durch die zurückhaltenden Verkäufe der brasilianischen Farmer aus der laufenden Ernte aufgrund des festen brasilianischen Reals zusätzliche Impulse. Der Markt spekuliert, dass die US-Sojabohnenexporte davon noch eine Weile profitieren könnten. In Argentinien kamen regional heftige Regenfälle herunter. Die Chicagoer Börse bleibt nach den Erfahrungen der südamerikanischen Vorjahresernte auf Habacht-Stellung und ist anscheinend noch nicht bereit, Wetterprämien abzubauen.
 
Raps: Der Rapsmarkt bleibt fest. Der Mai legte an der Matif 2,75 €/t auf 426,25 €/t zu. Der Kurs für den Frontmonat Mai hat sich damit an der Börse auf den höchsten Stand seit Juni 2013 hochgeschoben.
Auch in Winnipeg setzte sich nach den schwachen Vortagen wieder eine festere Tendenz durch. Dort hielt sich der März nach einem Kursgewinn von 3 Can-$/t oberhalb des Stützungsniveau von 520 Can-$/t.
 
Palmöl: Die Palmöl-Futures in Malaysia schlossen in ruhigen Handel fester. Der inverse Markt mit höheren Notizgewinnen für die vorderen Termine setzt sich fort. Der März notierte knapp unter 3200 MYR, der Mai dagegen mit rund 2970 MYR. Die Palmölexporte Malaysias liegen in der ersten Februarhälfte hinter den Vormonats-Zahlen zurück.  
 
Rohöl: Der starke Anstieg der wöchentlichen Rohölbestände in den USA drückte. WTI konnte sich noch knapp behaupten, doch Brent-Crudeöl gab etwas nach und schloss mit 55,75 US-$/Barrel. Die Rohölbestände in USA stiegen der vergangenen Woche um 9,5 Mio. Barrel weitaus mehr als erwartet an. Mit mehr als 518 Mio. Barrel erreichen sie nach Einschätzung der Commerzbank einen neuen Höchststand. (St)
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