Märkte am Morgen: Getreide

Notizgewinne für Weizen und Mais

Weizen: Die festeren Vorgaben aus Chicago und ein schwächerer Euro gegen den US-Dollarkurs gaben dem Matif-Weizen erneut etwas Auftrieb. Der Dezemberkontrakt schloss nach einem Plus von 0,75 €/t mit 164,75 €/t. Der März notierte bei Börsenschluss mit 169 €/t. Der Dollar zeigt weiter Stärke und der Euro rutschte heute Morgen zeitweise unter 1,06 US-Dollar. Der europäische Weizen-Future der CME notierte die beiden vorderen Termine unverändert. Die Aktivitäten waren nicht der Rede wert. 
 
Die europäischen Weizenexporte bewegen sich in diesem Jahr mit 8,96 Mio. t 10 % über dem vergleichbaren Vorjahreswert. Die EU-Kommission hat ihr Berichtssystem von der Lizenz-Veröffentlichung auf tatsächliche Exporte umgestellt, die auf den Zollmeldungen der Mitgliedstaaten basieren. Die aktuellen Zahlen weichen von dem bisherigen System erheblich ab. Für die aktuelle Berichtswoche wurden neue Weichweizenexporte von 346.000 t bekannt gegeben.  
 
In Chicago ließen sich die Fonds von den ansehnlichen US-Exportzahlen von 598.000 t Weizen und einer kleineren Winterweizenfläche beeindrucken und nahmen weitere Shorteindeckungen vor. Das Analystenhaus Informa korrigierte seine Schätzung der US-Winterweizenfläche um fast 5 % nach unten. Die neue Anbauschätzung von 33,76 Mio. acres liegt unter den Markterwartungen. Die Chicagoer Weizennotierungen machten dadurch bis zu 6 Cent/bushel gut, der Dezember notierte mit 4,03 US-$/bushel.
 
In Russland ist die Weizenaussaat weitgehend abgeschlossen. In der Ukraine zeichnet sich eine kleinere Weizenfläche und aufgrund schwieriger Aussaatbedingungen eine  umfangreichere Nachsaat mit Sommerweizen ab.
 
Mais: Mit festeren Weizen und Sojabohnen konnte auch der Chicagoer Mais mit grünen Vorzeichen schließen. Die Notizgewinne waren überschaubar. Der Dezember notierte mit 4,32 US-$/bushel. Die wöchentlichen US-Exportzahlen von 1,66 Mio. t kamen weitaus höher, als erwartet herein. Informa geht zudem davon aus, dass die US-Maisfläche im kommenden Jahr um 3,9 % gegenüber dem Vorjahr zurückgehen könnte und hat seine vorangegangene Schätzung auf 90,84 Mio. acres nach unten korrigiert.
 
Mais/Gerste:  An der Matif machte Mais für den Januartermin 0,50 €/t auf 164,50 €/t bei ruhigen Handel gut. Die aktuellen Maisimporte der EU haben in diesem Wirtschaftsjahr  3,1 Mio. t erreicht und liegen 13 % unter denen des Vorjahres. Die aktuellen  Maiseinfuhren betrugen in der Vorwoche nach dem neuen Berichtsystem der EU-Kommission 99.000 t.
 
Der Gerstenexport liegt in diesem Wirtschaftsjahr mit 1,6 Mio. t bisher 66 % hinter dem Vorjahreswert zurück. In der Berichtswoche wurden 113.000 t Gerstenexporte getätigt.  (St)
 
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