Märkte am Morgen: Getreide

Notizverluste am Terminmarkt

Weizen: Gedrückte Vorgaben aus Chicago ließen auch den Matif-Weizen bis zu 1,50 €/t schwächer schließen. Der März notierte mit 171,50 €/t, der Mai-Termin wurde 2,50 €/t höher bewertet. Am Hamburger Markt waren die Kassaprämien nur unwesentlich verändert. Je nach Geld- oder Briefseite lagen sie für Weizen Basis 12 % Protein bei 2 bzw. 3 €/t über Matif Mai.
 
Neue fundamentale Erkenntnisse für den Weizenmarkt fehlen. Größere Auswinterungsschäden deuten sich zurzeit nicht an. In Frankreich stehen die Weizenbestände sogar sehr gut. Das französische Getreideamt AgriMer bonitiert 92 % der Winterweizenbestände des Landes mit gut bis exzellent. Für Wintergerste liegt der Wert auf ähnlichem Niveau. In Russland sieht es für den Weizen ebenfalls gut aus. Nach Einschätzung des russischen Agrarministeriums befinden sich 96 % der Feldbestände in einem guten bis befriedigenden Zustand. In den USA hat es in den trockeneren südlichen Plains in der Vorwoche geregnet und die Bodenverhältnisse haben sich verbessert.  
 
In Chicago setzen long-Liquidationen vor dem langen Wochenende die Notierungen unter Druck. Die Kurse gaben bis zu 6,6 Cent/bushel nach. Der März notierte mit 4,41 US-$/bushel. Die Chicagoer Rally scheint erst einmal vorbei zu sein, denn im Wochenverlauf hat der Frontmonat 7 Cent/bushel verloren. Heute bleibt Chicago feiertagsbedingt geschlossen.
 
Ägypten hat seinen Weizentender von 360.000 t am Schwarzen Meer mit Weizen aus Russland, der Ukraine und Rumänien gefüllt. Nach Einschätzung von UkrAgroConsult haben die Ukraine, Rumänien Bulgarien bereits 80 bis 85 % ihrer für den Export verfügbaren Weizenpartien verkauft. Aus Russland lässt sich noch einiges erwarten, denn das Exportpotenzial des Landes wurde erst zu 60 bis 65 % ausgeschöpft.
 
Mais: Bei Mais drückten Anschlussverkäufe und charttechnisch basierte Positions-Auflösungen der Fonds vor dem heutigen US-Feiertag die Notierungen unter rote Vorzeichen. Der März verlor 5,2 Cent/bushel und schloss mit 3,68 US-$/bushel. Unterm Strich endete die Woche für den Chicagoer Mais mit einem minimalen Kursgewinn.
 
An der Matif gab Mais ebenfalls etwas nach. Der März schloss mit 171,25 €/t und büßte  im Wochenverlauf 1,75 €/t ein. (St) 
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