Märkte am Morgen: Ölsaaten

Notstand stoppt Verladungen

Sojakomplex: Im Bundesstaat Texas haben die Überschwemmungen schon jetzt große Schäden angerichtet. In den Anbaugebieten stehen Felder unter Wasser. An den Verladehäfen stehen die Arbeiten still. Derzeit können keine Schiffe aus- oder einlaufen. Damit dürften die US-Sojabohnenexporte im laufenden Vermarktungsjahr in Rückstand geraten.

Durch den Importzoll auf brasilianisches Ethanol könnte die Inlandsnachfrage nach Sojaschrot zur Verfütterung wegen eines niedrigeren Angebots von DDGS steigen. Auch dürfte mehr Sojaöl zur Biodieselproduktion nachgefragt werden.

In Chicago ist der gesamte Sojakomplex im Minusbereich ins Wochenende gestartet. Die September-Bohne büßt 2,25 Cent auf 2,96 US-$/bushel ein. Sojaschrot für den September geht bei 296,40 US-$/short tons aus dem Handel.

Raps: An der Matif muss der November-Kontrakt zum Wochenende Abstriche machen und pendelt sich bei knapp 370,50 €/t ein. Zwar sehen die Ernteermittlungen in Deutschland eine Menge von schwachen 4,3 Mio. t Raps für 2017, aber insgesamt steht die EU mit geschätzten 22 Mio. t gut da.

Die Canola-Futures in Winnipeg drifteten am vergangenen Freitag in die Tiefe. Der September-Termin schloss am Freitag bei 500,90 can. $/t. Im Wochenverlauf gaben die Futures insgesamt 5,80 can-$/t nach. Zur Ernte herrschen ideale Bedingungen. Auch die Exporte laufen gleich zu Beginn der Saison wie geschmiert. Bis 461.300 t beliefen sich die Rapsexporte gegenüber 402.000 t im Jahr 2016/17.

Rohöl: Hurrikan Harvey hat die schlimmsten Überflutungen seit zwölf Jahren  in den USA zur Folge. Im Golf von Mexiko ist das Zentrum der US-Raffinerie-Kapazitäten.  Mehr als 110 Öl- und Gasplattformen vor der Küste sind von den Konzernen evakuiert worden.  Bereits am Freitag sind die Ölpreise gestiegen.  Die Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober kostete 52,39 US-$/Barrel. Die  Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 32 Cent auf 47,75 US-$/Barrel (159 Barrel). (da)
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