CFTC-Report

Nullsummenspiel bei Weizen

Institutionelle Anleger wie Fondsmanager haben ihre Wetten auf steigende Preise bei den Sojabohnen-Futures an der Chicago Board of Trade deutlich ausgebaut. Das zeigt der jüngste Wochenbericht der US-Börsenaufsicht CFTC. In der Woche bis Dienstag, 17. Oktober, fügten die branchenfremden Anleger der Long-Position, die Annahmen an steigende Kurse spiegelt, knapp 22.700 Kontrakte hinzu. Aus der Short-Position, die für Wetten auf fallende Preise steht, entfernten sie knapp 19.000 Kontrakte. Generell waren Fonds bei den Sojabohnen fest gestimmt: Einer Long-Position von 110.613 Kontrakten steht eine Short-Position von 43.100 Kontrakten gegenüber.

Doch die feste Stimmung bei den Sojabohnen in Chicago könnte noch kippen. So rechnen die Analysten von Informa mit einer Rekordanbaufläche in den USA für 2018. Zudem herrscht noch Unsicherheit darüber, ob die US-Regierung die Beimischungsziele für Biokraftstoffe zurückfährt.

Stützende Impulse Mangelware

Bei den Weizen-Futures schoben institutionelle Anleger dem Anschein nach im Wesentlichen Positionen hin und her. Die Long-Position bei den SRW-Weizen-Futures kürzten sie um knapp 5.500 Kontrakte. Die Short-Position wuchs um knapp 5.900 Kontrakte an – also in ungefähr der gleichen Größenordnung, in der die Long-Position zurückgefahren wurde. Am Weizenmarkt fehlen bisher stützende Impulse. Dementsprechend steht bei den branchenfremden Anlegern einer Short-Position von 173.111 Kontrakten eine Long-Position von 94.296 Kontrakten gegenüber.

Den Maismarkt sehen Fondsmanager laut dem jüngsten CFTC-Bericht eher bärisch. Die Long-Position wuchs zwar um knapp 1.200 Kontrakte, dafür bauten institutionelle Anleger die Short-Position um ganze 4.900 Kontrakte aus. Einer Long-Position von 213.330 Kontrakten steht eine Short-Position von 367.969 Kontrakten gegenüber. (pio)
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