Märkte am Morgen: Ölsaaten

Palmöl gibt Gewinne ab

Sojakomplex: Eine lebhafte Nachfrage aus China hält die Sojabohnenkurse bei Laune. Es kommt durch Gewinnmitnahmen zu negativen Vorzeichen. Im August wurden aus den USA Rekordlieferungen verzeichnet. In der ersten Septemberwoche berichten Agenturen von insgesamt 1,16 Mio. t Sojabohnen, die aus den USA exportiert wurden. September-Bohnen geben um 6,75 Cent auf 9,56 US-$/bushel nach. Der November-Future geht mit 9,62 US-$/bushel niedriger am vergangenen Freitag in das Wochenende.

Sojaschrot notiert in den vorderen Monaten um die 300 US-$/short tons für den September und 302,40 US-$/short tons im Oktober ebenfalls schwächer.

Raps: Die Canola-Futures schließen am vergangenen Freitag nach einer insgesamt aufregenden  Woche bei 489,70 can.-$. Das sind rund 5,50 can.-$ weniger als noch die Woche zuvor. Die Ernte in Kanada ist überraschend niedriger eingestuft worden. Am Wochenende sind die Erntearbeiten für Canola bei heißem Wetter zügig vorangekommen. Die Halbzeit naht. Der Erntedruck nimmt zu und drückt auf die Kurse. In Winnipeg findet der November-Kontrakt bei 489,70 ca.$/t seine vorläufige Widerstandslinie.

Raps in Paris rasselt im freien Fall an der Euronext nach unten. Der November-Kontrakt startet mit 363,50 (minus 1,50) €/t in die neue Woche. Die Branche ist in Aufruhr. Es wird mit einer Angebotsschwemme an Biodiesel in Kürze gerechnet, wenn das erste argentinische Biodiesel in der EU ankommt.

Palmöl: Ein mäßiger Handel in Kuala Lumpur und ein starker Ringgit-Kurs lassen die Gewinne von Palmöl in den Vortagen wieder dahinschmelzen. Der November-Kontrakt für Palmöl sinkt um 0,5 Prozent auf 2.768 Ringgit (umgerechnet 661,73 US-$). Das Handelsvolumen war mit 18.850 Lots/25 t gering. Der Markt wartet auf die aktuellen Produktionsdaten in der kommenden Woche.

Rohöl:
Die Ölpreise geben derzeit keine einheitliche Richtung vor. Am Freitag kostet ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November 54,80 US-$. Das waren 31 Cent mehr, hingegen fällt die Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Oktober um 15 Cent auf 48,93 US-$. Unklar ist, ob die Hurrikans bleibende Schäden an den US-Raffinerien an der Ostküste angerichtet haben. In Deutschland bekräftige Wintershal trotz der schwierigen politischen Lage, weiter Öl in Libyen fördern zu wollen. (da)
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