Märkte am Mittag

Pariser Notierungen holen wieder auf

Pflanzenbauberater warnen in regenreichen Gebieten vor Pilzbefall und auch Mykotoxine werden nicht mehr ausgeschlossen. Durch den Starkregen ist Gerste ins Lager gegangen, ebenso Roggen. In weiten Teilen im Norden und Nordosten Deutschlands fehlt hingegen Regen. Hier könnte es mit dem Tausendkorngewicht schwierig werden. Die erste Gerste dürfte Ende Juni geerntet werden. Auch in Süddeutschland könnte, wenn es trocken bleibt, schnell die Abreife beginnen. In Mitteldeutschland wird mit einer guten Getreideernte gerechnet. Für Gerste neue Ernte werden in Thüringen rund 124,00 €/t aufgerufen. 


Markttendenz
Die Verluste vom Freitag werden in Paris heute wieder ausgeglichen. Weizen alter Ernte trifft verstärkt an den Seehäfen ein um Schiffsladungen zu vervollständigen. 
Die Aufwärtsbewegung an den Börsen in der Vorwoche dürfte sich wieder beruhigen. Die hohen Bestände, die das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) in seiner Juni-Schätzung vom Freitag bekannt gegeben hat, geben keinen weiteren Anlass zu einer beständigen Preisbefestigung. Für alterntigen Weizen ergeben sich immer wieder kurzfristige Abrufe. Besonders an die Seehäfen werden Auffüllpartien gefahren. Damit mindern sich die Bestände auf den Höfen und im Erfassungshandel zunehmend. Mais gewinnt hinzu. Unterstützung kommt von der niedrigeren Schätzung des US-Landwirtschaftsministeriums in seiner Wasde-Schätzung. Auch die neue Maisernte wird an den Börsen fester bewertet, da besonders in Frankreich und Teilen Süddeutschlands die jungen Pflanzen sehr unter dem kühlen feuchten Wetter leiden und im Wachstum verzögert sind.


Weizen an der Börse in Paris startet mit grünen Vorzeichen in die neue Woche. Der September legt bis mittags wieder 2,00 €/t auf 170,50 €/t zu. Mais geht diesen Weg mit und gewinnt ebenfalls 2,00 €/t im August auf 188,00 €/t hinzu. Auch Raps gleicht die Verluste vom Freitag bis heute Mittag wieder komplett aus und bewegt sich bei 382,25 €/t. (da)

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