Märkte am Morgen: Getreide

Perfektes Wetter schwächt den Mais weiter

Weizen: In Chicago tendiert der Weizen uneinheitlich. September und Dezember zeigen Festigkeit, während die übrigen Monate schwächer gestimmt sind. Der September schließt sogar mit 3,00 Cent über dem Vortag und damit mit 5,30 $ /Bushel. Der Weizen bekommt Hilfe von guten US-Exporten in Höhe von 801 000 t in der vergangenen Woche. Die Erwartungen lagen bei 550 000 t. Brasilien als guter Käufer des Hard Red Winter hat seine Käufe erhöht. Damit werden die Sorgen um die Ernte im eigenen Land geschürt. Einige Kommentatoren reduzieren die diesjährige Ernte, die offiziell bei 7,4 Mio. t liegt. Gründe sind der Frost in diesem Monat und ungewöhnlich starke Regenfälle. ADM Deutschland weist zusätzlich darauf hin, dass die Qualitätsprobleme in Frankreich nicht zu unterschätzen sind. Exporte nach Algerien können nicht erfüllt werden. Ware aus Deutschland und Polen muss zugekauft werden. Der Internationale Getreiderat (IGC) versucht eine erste Quantifizierung des Schadens beim europäischen Weizen aufgrund der Regenfälle während der Ernte. Er geht jetzt davon aus, dass 49,5 Mio. t Weizen für Futterzwecke verwendet werden und damit 6,2 Mio. t mehr als bisher angenommen. Trotz des Verlustes beim Weizenpreis in Höhe von sechs Prozent in diesem Monat rechnet er für die sehr guten Qualitäten mit Unterstützung. Über Nacht zeigt der Weizen grüne Vorzeichen. 

Trotz der Qualitätsprobleme in Europa bekommt der Weizen in Paris gestern im Gegensatz zum Vortag wieder einen ordentlichen Dämpfer. Verluste bis zu 5,00€/t im November muss er hinnehmen und schließt bei 170,50 €/t. Es wird über einen eigenen Futterweizenkontrakt in Paris nachgedacht.

Mais: Die Schlüsselfaktoren bleiben für den US Mais unverändert: das Wetter ist in den Anbaugebieten des mittleren Westens perfekt. Hohe Erträge werden erwartet. So endet der Dezember 4,50 Cent unter dem Vortag mit 3,67 $/ Bushel. Auch alle anderen Monate sind schwach gestimmt. Da können auch die Exporte von 174 000 t plus 1,09 Mio. t für das Wirtschaftsjahr 2014 /15 nicht wirklich helfen. Sie bewegen sich im erwarteten Rahmen.  Die Nachtbörse tendiert der Mais etwas fester. 

Die Verluste beim Mais in Paris fallen im Vergleich zum Weizen moderat aus. Der bald neue Frontmonat November schließt gestern mit 153,00€/t und damit 2,50 € unter dem Mittwoch. (dg)
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