Erwartungsgemäß hat das USDA in seinem heutigen Marktreport „Wasde“ die brasilianische Sojabohnenernte etwas nach unten korrigiert. Mit 94,5 Mio. t fällt die neue Schätzung 1 Mio. t kleiner als im Vormonat aus. Sie liegt aber über dem Prognosen der Analysten vor Ort. Die kleinere brasilianische Ernte ist auf niedrigere Erträge und fehlende Niederschläge in den östlichen Teilen des Landes zurückzuführen.

Für Argentinien schließen sich die US-amerikanischen Experten den höheren Markterwartungen an. Die argentinische Ernteschätzung wurde um 1 Mio. t auf 56 Mio. t angehoben. Marktteilnehmer in Argentinien sehen die Ernte allerdings rund 1 Mio. t höher als das USDA. Paraguay wird voraussichtlich 8,5 Mio. t Sojabohnen ernten. Die Zahlen blieben gegenüber dem Vormonat unverändert.

Für die USA schlagen Exportverladungen in Rekordhöhe in der Bilanz zu Buche. Die Schätzung für die US-Sojabohnenexporte fällt 550.000 t größer aus als im Januar-Report. Parallel gehen die US-Endbestände in dieser Kampagne voraussichtlich um 680.000 t auf 10,5 Mio. t zurück.

Die Sojabilanz der USA und die globale Versorgung mit Sojabohnen bleibt sehr komfortabel, auch wenn die globalen Endbestände in der neuen Schätzung um 1,5 Mio. t auf 89,3 Mio. t nach unten korrigiert wurden. Die Chicagoer Börse reagierte auf die neuen Zahlen distanziert, und die roten Vorzeichen der Sojanotierungen wechselten nur kurzzeitig in den hellgrünen Bereich. (St)
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