Mitte Mai sind die Feldbestände von Wintergetreide und Winterraps im Landesdurchschnitt mit Noten von 3,6 bis 3,7 bewertet worden, berichtet das Statistikamt in Warschau. Nach deutscher Notenskala entspricht die Einstufung einer „Zwei minus“. Die im Frühjahr gesäten Getreidearten haben Mitte Mai von der Agrarstatistik die Note 3,4 (nach deutscher Skala „Zwei bis Drei“) erhalten.

Geringe Auswinterungsverluste

Auswinterungsschäden hat es dagegen in Polen im zurückliegenden Winter kaum gegeben. Die Statistiker melden für Getreide im Landesdurchschnitt Werte von 0,3 Prozent (Winterweizen) bis 0,9 Prozent (Triticale) sowie von 1,2 Prozent für Winterraps. Im Vorjahr waren die Winterkulturen – mit Ausnahme von Roggen – zu etwa einem Drittel erfroren.

Aussaat auf Durchschnittsniveau

Diese umfangreichen Auswinterungsschäden des Vorjahres müssen auch bei den Flächenstatistiken berücksichtigt werden. Bislang deutet alles darauf hin, dass die Landwirte zur Ernte 2013 Getreide und Raps etwa im gleichen Umfang wie im mehrjährigen Durchschnittswert angebaut haben. Die genauen Hektarzahlen für die Frühjahrsbestellung hat das Statistikamt noch nicht veröffentlicht.

Die große Unbekannte ist der Maisanbau. Zur Ernte 2012 war wegen der umfangreichen Auswinterungen erstmals die Millionen-Marke erreicht worden, darunter etwa 550.000 ha Körnermais und 450.000 ha Silomais. In bisherigen Schätzungen geht der polnische Maisanbauverband PZPK davon aus, dass die Fläche auch 2013 so umfangreich werden könnte. (db)
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