Getreidehandel

Polnische Exporte brummen

Das meiste Getreide wird über Gdynia verschifft.
-- , Foto: Tadeusz Urbaniak/Port Gdynia
Das meiste Getreide wird über Gdynia verschifft.

Polen exportiert immer größere Getreidemengen. Die Weizenexporte im Jahr 2016 haben den Rekordumfang von mehr als 4,3 Mio. t erreicht, berichtet die Analyseabteilung der polnischen Bank BGZ BNP Paribas unter Berufung auf Zolldaten. Im Vergleich zum Vorjahr errechnet sich ein Anstieg um 10 Prozent.

Saudi Arabien weit vor Deutschland

Die Aufschlüsselung nach Ländern zeigt den Erfolg für polnischen Weizen in Drittländern. 2016 gingen fast 1,3 Mio. t nach Saudi Arabien, das war etwa die doppelte Menge wie 2015. Dagegen haben die polnischen Weizenexporte nach Deutschland um 22 Prozent auf weniger als 800.000 t nachgegeben. Darüber hinaus hat Ägypten 2016 gut 400.000 t in Polen gekauft. Die Analysten der polnischen Bank gehen davon aus, dass Polen 2017 ebenfalls umfangreich Weizen exportieren wird. Der Jahresauftakt war vielversprechend. Allerdings hängt der Umfang davon ab, wie hoch die Ernte in diesem Sommer ausfällt.

Polen hat 2016 auch die Maisexporte ausgebaut. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr beträgt 26 Prozent auf mehr als 850.000 t. Drei Viertel davon sind nach Informationen der BGZ BNP Paribas nach Deutschland abgeflossen. Weiterhin hat Polen 2016 fast 1,0 Mio. t Roggen, Triticale, Gerste und Hafer exportiert.

Drei Häfen für Getreideexporte

Die hohen Getreideexporte zeigen sich auch in den Statistiken der drei Ostseehäfen, über die ein Großteil abfließt. Zusammen haben die Häfen in Danzig, Gdynia und Stettin 2016 rund 7,3 Mio. t Getreide für den Export verladen. Das waren 6 Prozent mehr als im Vorjahr und 74 Prozent mehr als vor fünf Jahren. Der meiste Weizen verlässt Polen über Gdynia, gefolgt von Stettin und Danzig. (db)
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