Frostschäden waren in Polen kurz nach dem Jahreswechsel aufgetreten, als nach der langen warmen Phase bis Weihnachten eine Kaltfront die Feldbestände ohne ausreichend schützende Schneedecke getroffen hatte. Das Statistikamt in Warschau geht mittlerweile für ganz Polen davon aus, dass mindestens 7 Prozent der Anbaufläche von Wintergetreide und etwa 15 Prozent der Rapsfläche vollständig erfroren sind und untergepflügt werden mussten. Am schlimmsten betroffen waren die Wojewodschaften entlang der Ostseeküste.

In den betroffenen Regionen dauert die einzelbetriebliche Ermittlung der Auswinterungsschäden noch an. Bis Ende April haben die Landesstellen dem Agrarministerium in Warschau Schäden in 19.831 Betrieben gemeldet, die zusammen eine ausgewinterte Getreide- und Rapsfläche von 320.952 ha geltend machen. Die polnischen Landwirtschaftskammern fordern vom Ministerium eine Ausgleichszahlung von 400 Zloty/ha – umgerechnet etwa 90 €/ha. (db)
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