Märkte am Morgen: Getreide

Positive Vorgaben aus Übersee


Weizen: An der Chicagoer Börse legte Weizen am Montag eine kleine Rallye hin. Zeitweise stiegen die Kurse bis zu 14 Cent/bushel an. Bei Börsenschluss stand am Frontmonat ein Plus von 8 Cent/bushel und ein Schlusskurs von 4,71 US-$/bushel. Ein neuerlicher Frosteinbruch in den USA ließ die Fonds Shortpositionen schließen. Im südlichen US-Weizengürtel soll es Wettermodellen zufolge die nächsten Wochen weitgehend trocken bleiben, nachdem im Winter schon nur unterdurchschnittlichen Niederschlagsmengen gefallen waren.
 
An der Matif fand am Ostermontag keine Sitzung statt. Die letzten Notierungen stammen vom  vergangenen Donnerstag, an dem der Mai 1,50 €/t zulegte und mit 156,50 €/t schloss. Heute könnten die Kurse von festeren Vorgaben aus Chicago profitierten. Die Währung läuft etwas dagegen, der Euro notiert heute Morgen bei rund 1,19 US-$.
 
Ägypten hat Agenturberichten zufolge einen Kauf von 60.000 t Weizen aus Frankreich auf einer etwas höheren Preisbasis, als ursprünglich vereinbart, bestätigt. Die Lieferung soll Teil des 300.000 t-Tenders vom Februar gewesen sein.
 
Für Äthiopien lässt sich nach Einschätzung des USDA-Büros vor Ort erst in ein bis zwei Jahren eine Erholung der Weizenproduktion erwarten. Durch das Klimaphänomen El-Niño hat Äthiopien schwache Weizenernte eingefahren und benötigt in diesem Jahr nach Schätzung der US-Analysten Weizenimporte von 2,5 Mio. t und in 2016/17 voraussichtlich 1,8 Mio t Weizen.
 
Mais: Die Chicagoer Maisnotierungen profitierten von festeren Weizen und schlossen gut behauptet. Auch die ansehnlichen US-Exportverladungen von knapp 978.000 t stützen die Börsenkurse. Die Fonds reduzierten ihre Shortpositionen in der Vorwoche um mehr als 33.000 Kontrakte deutlicher.
 
An der Matif konnten sich die Maisnotierungen vor den Feiertagen mit festeren Weizen leicht erholen. Der Juli notierte nach ein Plus von 1,75 €/t knapp unter 156 €/t.
 
China wird sein staatliche Stützungssystem und seine Maisintervention abschaffen, berichten Agenturen. Durch die interne-Maisstützung liegen die Maispreise in China 30 bis 50 Prozent über dem internationalen Niveau und haben die Lagerbestände Chinas auf 250 Mio. t Mais anwachsen lassen. Ein Teil der Partien soll bereits mehr als drei Jahre alt sein. (St)
stats