Märkte am Mittag

Prämien auf die Matif angehoben


Markttendenz:
Die Backweizenpreise im Westen tendieren bei kleinem Geschäft seitwärts. Futterweizen kann sich gut behaupten. Raps bleibt fest, ist auf dem hohen Niveau aber anfällig für Korrekturen.  
Auf die schwächeren Börsenkurse der Vortage haben die westdeutschen Kassapreise für Weizen so gut wie nicht reagiert. Die abgeleiteten Prämien auf die Matif wurden deutlich angehoben und haben sich gegenüber der Vorwoche mit 10 €/t sogar verdoppelt. Allerdings hat das Prämienniveau momentan nur nominellen Charakter, denn das überschaubare  Weizengeschäft findet zurzeit weitestgehend auf Flatpreis-Niveau mit festen Preisen für die jeweiligen Termine statt. Für Dezember wurden zuletzt noch kleinere Mengen franko Niederrhein mit 172 €/t gehandelt, der Januar/März notierte auf der Geldseite mit 173 €/t und der April/Juli mit 175 €/t. In Westfalen lag das Preisniveau nominell 2 €/t darüber, um sich etwas vom Futterweizen abzuheben. Das Weizenangebot im Westen war mager und im alten Jahr wird kaum noch mit einem größeren Angebot aus der Landwirtschaft gerechnet.
 
Am Terminmarkt scheinen sich die Weizenkurse wieder zu stabilisieren. Nach dem festeren Vortag erhalten die europäischen Weizen-Futures heute Unterstützung aus Übersee, denn in  Chicago bewegen sich die Weizenkurse an der elektronischen Börse im Plus. An der Matif notierte der Märzkontrakt am späteren Mittag mit rund 165 €/t. Der Dezember-Kurs von 163,50 €/t hat für die Kassamärkte so gut wie keine Relevanz mehr.
 
Die Futterweizenmärkte tendieren weiterhin stetig. Die Kurse haben sich den vergangenen Tagen trotz schwächerer Börse einigermaßen behaupten können. Für Dezember lässt sich aufgrund der engen Logistik nicht mehr allzu viel bewegen. Die Deckung der Mischfutterindustrie und der Veredlungswirtschaft dürfte bis zum Anschluss im neuen Jahr weitestgehend in trockenen Tüchern sein, auch wenn noch kleinere Deckungslücken bei Weizen für das alte Jahr geschlossen werden müssen. Frachtfrei Südoldenburg in Westfalen wurden für Dezember Weizenpreise von 170 bis 171 €/t genannt, der Januar/März wird 2 €/t höher bewertet. Aus Südholland hat sich die Nachfrage nach Futterweizen abgeschwächt, nach Mittelholland lässt sich noch Weizen für das alte Jahr mit 175 €/t unterbringen. Futtergerste ist wenig besprochen. Die Gerstenpreise von 153 €/t in den Veredlungsregion für Dezember-Lieferung waren unverändert. Triticale wird kaum offeriert und notierte unterschwellig etwas fester.
 
Obwohl die Rapspreise in den vergangenen Tagen weiter anzogen, bleibt das Rapsangebot im Westen äußerst überschaubar. Mit dem dünnen Angebot haben sich die Prämien auf die Matif-Notierungen trotz steigender Börsenkurse etwas erhöht, ein ungewöhnlicher Vorgang.   Für Hamm  wurden Prämien von bis zu 14 €/t und für Neuss von 11 €/t für Januar/März genannt. An der Matif ruderten die Notierungen nach dem schwächeren Vortag erneut leicht zurück. Im Mittagshandel fiel der Februar unter 410 €/t. (St) 
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